Elefantendame Happy bleibt im Zoo, nachdem das oberste Gericht von New York entschieden hat, dass sie keine Person ist

Keine Rechtsperson
Happy bleibt im Zoo
Laut Gericht war Happy nicht unrechtmäßig in Haft
Die einsamen Elefanten des New Yorker Zoos
Elefanten werden getrennt, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen
Soziale und intelligente Tiere
Elefantenfamilien
Ist der Zoo in der Bronx ein Gefängnis?
Menschenähnliche Eigenschaften
Schweres emotionales Leid
Der Zoo sagte, dass für Happys Wohlbefinden gesorgt wird
Happy erkennt sich im Spiegel wieder
Elefanten und Tod
48 Jahre im Zoo von New York
Die rechtlichen Argumente des Zoos
Happy hat einen Elefanten-Freund im Zoo
Der Zoo ist wie ein Gefängnis
Freiheit für weitere Elefanten
Und was ist mit Affen?
Ist die Schließung das endgültige Schicksal aller Zoos?
Despite the ruling, the judge recognized Happy’s right for freedom
Die Debatte über Zoos wird weitergehen
Keine Rechtsperson

Ein asiatischer Elefant namens Happy, der seit mehr als 40 Jahren in einem Zoo in der Bronx lebt, wird dort bleiben, nachdem das höchste Gericht New Yorks am 14. Juni entschieden hat, dass er im rechtlichen Sinne keine Person ist und daher keinen Anspruch auf ein grundlegendes Menschenrecht hat.

Happy bleibt im Zoo

Mit 5 zu 2 Stimmen wies das Berufungsgericht das Argument der Nichtregierungsorganisation 'Nonhuman Rights Project' zurück, dass Elefantendame Happy unrechtmäßig im Zoo festgehalten wurde und in eine natürlichere Umgebung gebracht werden sollte.

Laut Gericht war Happy nicht unrechtmäßig in Haft

Der Streit drehte sich um die Frage, ob der Rechtsgrundsatz des Habeas Corpus, den Menschen zum Schutz ihrer körperlichen Freiheit und zur Anfechtung unrechtmäßiger Inhaftierung geltend gemacht und auf autonome, kognitiv komplexe Tiere wie Elefanten ausgedehnt werden sollte. Das Gericht entschied sich dagegen.

Die einsamen Elefanten des New Yorker Zoos

Tierschützer prangern seit langem die Grausamkeit an, mit der Elefanten wie Happy (und andere Exemplare) allein auf einer Fläche von einem Hektar gehalten werden, die "den Bedürfnissen eines Elefanten nicht gerecht werden kann", so die Nichtregierungsorganisation 'Elephant Voices'.

Elefanten werden getrennt, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen

Die Elefanten der Bronx wie der auf dem Bild (ein Exemplar namens Patty) werden getrennt und leben in Einzelhaltung, um Streitigkeiten zwischen ihnen zu vermeiden.

Soziale und intelligente Tiere

Elefanten sind sehr soziale Tiere, sie bilden Gemeinschaften mit Regeln des Zusammenlebens, sie helfen sich gegenseitig, sie teilen Emotionen..... Aus diesem Grund hat das 'Nonhuman Rights Project' die Situation von Happy als "illegale Inhaftierung" bezeichnet.

(Bild: David Heiling / Unsplash)

Elefantenfamilien

Vor allem die Weibchen bilden eine Elefantenfamilie, denn wenn die Männchen in die Pubertät kommen, trennen sie sich von ihren Familien und führen ein überwiegend nomadisches und einsames Leben.

Ist der Zoo in der Bronx ein Gefängnis?

Für das 'Nonhuman Rights Project' ist der Zoo ein Gefängnis für Happy. "Sie ist menschlich", sagte Steven Wise, der Präsident der NGO, laut einem Bericht der 'Washington Post'.

Menschenähnliche Eigenschaften

Das rechtliche Argument des Nonhuman Rights Project ist nicht so einfach wie die Feststellung, dass Elefanten wie Menschen sind. Vor dem New Yorker Berufungsgericht argumentierten die Tieranwälte, dass Elefanten kognitiv komplex, autonom und selbstbewusst sind und in vielen ihrer Eigenschaften dem Menschen ähneln.

(Bild: Nam Anh / Unsplash)

Schweres emotionales Leid

Zu den menschenähnlichen Eigenschaften von Elefanten gehört die Fähigkeit, schweres emotionales Leid zu erfahren. Aus diesem Grund forderte die NRO die Beendigung der, wie sie es nannte, "illegalen Gefangenschaft".

Der Zoo sagte, dass für Happys Wohlbefinden gesorgt wird

"Der Zoo kümmert sich hervorragend um Happy und wird dies auch weiterhin tun, so wie bei allen Tieren hier im Zoo. Ihr Wohlergehen wird durch unsere engagierten Mitarbeiter und deren Fachwissen gewährleistet, die sie seit mehr als 40 Jahren hervorragend versorgen", heißt es in einer Erklärung des Zoos.

Happy erkennt sich im Spiegel wieder

Aber Happys "Menschlichkeit", ihre Ähnlichkeit mit unserer Spezies, hat ein aufschlussreiches Detail: Ein Test dieses Elefanten aus der Bronx zeigte, dass sie sich in einem Spiegel selbst wiedererkannte (die Forscher gehen davon aus, weil sie wiederholt einen Fleck auf ihrem Kopf von einer alten Wunde berührte). Es war ein Beweis ihrer Selbstwahrnehmung.

(Bild: Inga Gezalian / Unsplash)

Elefanten und Tod

Die verwandtschaftliche Nähe zwischen Elefanten und Menschen zeigt sich auch in den Bestattungsritualen der Dickhäuter. Der Tod eines ihrer Artgenossen schmerzt sie, und es wurde beobachtet, dass sie trauern und eine Art "Begräbnis" oder "Beerdigungsritual" bei einigen Artgenossen durchführen.

(Bild: Mylon Ollila / Unsplash)

48 Jahre im Zoo von New York

Sie setzten sich dafür ein, dass Happy auf einen Gnaenhof gebracht wird, da es für sie unmöglich wäre, in ihren natürlichen Lebensraum zurückzukehren, in dem sie geboren wurde. Das liegt daran, dass sie ihr ganzes Leben in einem Zoo verbracht hat.

(Bild: Isaac Sloman)

Die rechtlichen Argumente des Zoos

Wie die 'Washington Post' berichtet, argumentierte Ken Manning, Anwalt des Zoos, vor dem Berufungsgericht, wo die Angelegenheit verhandelt wurde, dass Happy weder leidet noch festgehalten wird. Um sie freizulassen, so der Anwalt, müsste eine rechtswidrige Inhaftierung vorliegen, aber das gilt nur für Menschen, und "in diesem Fall gab es keine rechtswidrige Inhaftierung."

Happy hat einen Elefanten-Freund im Zoo

Der Zoo in der Bronx argumentiert auch, dass Happy, obwohl sie die meiste Zeit alleine verbringt, manchmal durch den Zaun hindurch mit einem Elefanten nebenan interagiert.

Der Zoo ist wie ein Gefängnis

Doch für Tierschützer ist Happys Situation der von Insassen in Gefängnissen wie Rikers Island (angeblich das schlimmste Gefängnis der Vereinigten Staaten) nur allzu ähnlich. Einzelhaft, Isolation, etwas Gesellschaft im Hof, zurück in die Zelle, strenge Regeln...

Freiheit für weitere Elefanten

Das 'Nonhuman Rights Project' wollte Elefanten aus Zoos auf der ganzen Welt freilassen, wenn das Gericht seinen Argumenten gefolgt wäre.

Und was ist mit Affen?

Dieses Verfahren wirft weitere Fragen auf: Was ist mit den Affen in den Zoos? Sind sie nicht auch fast menschlich und sollten sie nicht auch freigelassen werden?

(Bild: Amy Reed / Unsplash)

Ist die Schließung das endgültige Schicksal aller Zoos?

Im Mittelpunkt steht die Diskussion darüber, ob alle Zoos geschlossen werden sollten (weil sie wissenschaftlich gesehen nicht mehr zeitgemäß sind und aus moralischen Gründen). Diese Debatte ist noch nicht abgeschlossen.

Despite the ruling, the judge recognized Happy’s right for freedom

In a lengthy dissent, Judge Rowan D. Wilson said that the court had a duty “to recognize Happy’s right to petition for her liberty not just because she is a wild animal who is not meant to be caged and displayed, but because the rights we confer on others define who we are as a society.”

Die Debatte über Zoos wird weitergehen

Das Urteil beendete den offenbar ersten Fall dieser Art, der ein so hohes Gericht erreicht hat. Auch wenn Happy damit bleibt, wo sie ist, ist es unwahrscheinlich, dass das Ergebnis die Debatte darüber beendet, ob hochintelligente Tiere als etwas anderes als Dinge oder Eigentum betrachtet werden sollten.

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