Welche Firmen haben sich aus Russland zurückgezogen?
Es geht um viel Geld
Adidas
Puma
Hugo Boss
Miele
Henkel
Beiersdorf
Siemens
OBI
Lufthansa
DHL
Deutsche Telekom
SAP
Deutsche Bank
Commerzbank
Allianz
BMW
Mercedes Benz
Volkswagen
Continental
BASF
Bayer
E.ON
RWE
Uniper
Metro
Globus
Ritter Sport
Fresenius
Merck
Dinero
Deutsche Unternehmen, die Russland verlassen haben... oder auch nicht
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Welche Firmen haben sich aus Russland zurückgezogen?

Von A wie Adidas bis V wie Volkswagen haben viele deutsche Unternehmen nach Kriegsbeginn Russland den Rücken gekehrt. Aber es gibt auch Konzerne, die sich trotz der verhängten Sanktionen nicht oder nur teilweise aus Russland zurückziehen.

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Deutsche Unternehmen, die Russland verlassen haben... oder auch nicht
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Es geht um viel Geld

Vor dem Ukraine-Krieg waren laut der Deutschen Industrie- und Handelskammer rund 3650 deutsche Firmen in Russland aktiv. Die Geschäfte abzubrechen, bedeutet viel Geld aufs Spiel zu setzen, zumal die russische Regierung damit gedroht hat, ausländische Firmen zu enteignen, wenn sie ihre Aktivitäten in Russland nicht fortsetzen.

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Adidas

Die bekannte Marke für Sportartikel hat den Betrieb ihrer Läden und den Onlinehandel in Russland eingestellt. Auch die Partnerschaft mit dem Russischen Fußballverband besteht nicht mehr.

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Puma

Auch Puma verzichtet auf den operativen Betrieb seiner Geschäfte in Russland. Anfangs hatte das Unternehmen nur neue Lieferungen nach Russland gecancelt.

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Hugo Boss

Der Modekonzern teilte mit, dass alle seine Läden in Russland geschlossen sind und auch kein Online-Shopping in dem Land möglich ist.

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Miele

Das Familienunternehmen aus Gütersloh hat seine Lieferungen von Hausgeräten nach Russland mit sofortiger Wirkung gestoppt.

 

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Henkel

Nach längerem Zögern zieht sich auch Henkel jetzt ganz aus Russland zurück. Ursprünglich sollte die Produktion in Russland weiterlaufen, während Investitionen, Werbung und Sponsoring gestoppt wurden. Die rund 2500 Mitarbeiter von Henkel in Russland sollen weiterhin beschäftigt und bezahlt werden.

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Beiersdorf

Anders hat sich Beiersdorf entschieden. Der börsennotierte Konzern hat das Geschäft in Russland Anfang März zwar deutlich reduziert, verkauft aber noch Produkte zur grundlegenden Haut- und Köperpflege wie etwa Duschgel, Deo oder Shampoo. Das teilte CEO Vincent Warnery auf dem virtuellen Aktionärstreffen mit. Zur Beiersdorf AG gehören Marken wie Nivea, Labello, Eucerin oder Hansaplast.

 

 

 

 

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Siemens

Siemens wird nur Service- und Wartungsaktivitäten fortsetzen. Alle anderen Geschäftsverbindungen und Lieferungen nach Russland sind eingestellt.

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OBI

Die Baumarkt-Kette hat ihre Geschäfte in Russland geschlossen. Nach eigenen Angaben hat OBI in Russland 27 Baumärkte und 4900 Mitarbeiter, was etwa ein Zehntel der gesamten Belegschaft des Unternehmens ausmacht.

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Lufthansa

Es gibt keine Flüge von Lufthansa mehr nach Russland. Und auch andere Firmen im Bereich Logistik haben ihre Aktivitäten eingestellt.

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DHL

Die Tochter der Deutschen Post befördert keine Sendungen mehr nach Russland.

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Deutsche Telekom

Auch die Deutsche Telekom kehrt Russland den Rücken. In Sankt Petersburg hat das Unternehmen einen  Standort zur Software-Entwicklung. Die rund 2000 Beschäftigten haben, laut Telekom, die Möglichkeit außerhalb Russlands weiterzuarbeiten.

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SAP

Der Softwarekonzern SAP stellt sein Cloud-Geschäft in Russland ein. Anfang März hatte das wertvollste deutsche Unternehmen bereits sein Neugeschäft in Russland teilweise eingestellt, teilte die Tagesschau mit. Der Support für Software, die auf lokalen Servern installiert ist, wird aber nicht gestoppt.

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Deutsche Bank

Auch die Deutsche Bank reduziert ihre Geschäfte in Russland. Neue Aktivitäten wird es bis auf Weiteres nicht geben.

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(16/31)
Commerzbank

Ähnlich hat die Commerzbank reagiert. "Wir haben das Neugeschäft in Russland eingestellt, nur bestehende Transaktionen wickeln wir noch ab", sagte eine Sprecherin.

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(17/31)
Allianz

Die Allianz und andere große Versicherer, zum Beispiel die beiden Rückversicherer Hannover Rück und  Münchener Rück, verlassen Russland ebenfalls. Die Allianz schließt dort keine neuen Geschäfte mehr ab und fährt die bestehenden Geschäftsverbindungen "in geordneter Weise maßgeblich zurück"

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(18/31)
BMW

Der Automobilkonzern verzichtet auf den Export seiner Autos nach Russland. Auch die Produktion in seinen Werken vor Ort will BMW beenden.

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(19/31)
Mercedes Benz

Auch die Mercedes-Benz Group hat alle geschäftlichen Verbindungen zu Russland bis auf Weiteres gestoppt.

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Volkswagen

Der Konzern hat Exporte nach Russland mit sofortiger Wirkung gestoppt. Auch fertig produzierte Fahrzeuge, die bereits in Russland sind, werden nicht mehr an dort ansässige Händler ausgeliefert.

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Continental

Anders sieht es bei Continental aus. Wie die Tagesschau berichtete, hat der Autozulieferer und Reifenhersteller  seine Reifenproduktion in der russischen Stadt Kaluga wieder hochgefahren. Mitarbeitern und Führungskräften in Russland drohten "harte strafrechtliche Konsequenzen, sollten wir darauf verzichten, die lokale Nachfrage zu bedienen", hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns.

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BASF

Der Chemiekonzern, einer der größten weltweit, will seine Geschäfte in Russland bis Anfang Juli 2022 fast komplett aufgeben. Eine Ausnahme sind die Aktivitäten zur Unterstützung der Nahrungsmittelproduktion. Denn der Krieg berge laut BASF ansonsten das Risiko eine weltweite Nahrungsmittelkrise auszulösen.

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(23/31)
Bayer

Der Agrar- und Pharmakonzern stellt, nach eigenen Aussagen, alle "nicht-essenziellen Geschäfte" in Russland ein. Das bedeutet, Medikamente zur Behandlung von Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gesundheitsprodukte für Schwangere und Kinder sowie Saatgut für den Anbau von Nahrungsmitteln für die Zivilbevölkerung werden weiter geliefert.

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(24/31)
E.ON

Der Energiekonzern kündigte an, kein neues Gas mehr vom russischen Unternehmen Gazprom zu kaufen. Der Chef des Energiekonzerns, Leonhard Birnbaum, sprach sich aber in einem Interview mit dem Handelsblatt erneut gegen ein Embargo von russischem Erdgas aus: "Es ist ja nicht so, dass nur Deutschland durch so einen Schritt hart getroffen würde, Europa hätte ein massives Problem". An seiner Beteiligung an der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 1 hält e.on vorerst fest.

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RWE

Der Energiekonzern mit Sitz in Essen will keine neuen Lieferverträge mit Russland abschließen.

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(26/31)
Uniper

Auch der Düsseldorfer Energiekonzern hat entschieden keine neuen Investitionen in Russland zu tätigen.

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(27/31)
Metro

Die Großhandelskette Metro hat sich bis jetzt gegen die Schließung ihrer 93 Geschäfte in Russland entschlossen und wird deshalb kritisiert. Als Rechtfertigung hat der Vorstand die Mitarbeiter in Russland angegeben. Laut dem Handelsblatt gab es folgende Aussage in einem Mitarbeiterbrief: "Uns ist bewusst, dass die Situation unserer 10.000 Mitarbeiter in Russland in keiner Weise mit dem akuten Leid der ukrainischen Mitarbeiter vergleichbar ist, deren Leben bedroht ist. Dennoch tragen wir auch eine Verantwortung für unsere russischen Kollegen. Keiner von ihnen ist persönlich für den Krieg in der Ukraine verantwortlich."

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Globus

Auch die Handelskette Globus steht unter Kritik, weil sie ihre 19 Märkte in Russland (im Bild ein Globus Geschäft in Moskau im März 2022) weiterhin öffnet. "Als Lebensmittelhändler sehen wir uns zudem in einer besonderen Verantwortung unseren russischen Kunden gegenüber. Wir sind mitverantwortlich für die Grundversorgung der Menschen", sagte Globus-Chef Matthias Bruch.

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Ritter Sport

Anfang April hatte es in den sozialen Netzwerken Kritik gegen den Schokoladenhersteller gehagelt, weil er weiterhin in Russland verkauft. Ein Beispiel: der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk twitterte in Anlehnung an die Werbung der Marke: "Quadratisch. Praktisch. Blut.". Laut Stern half gegen die Empörung auch nicht das nachgeschobene Versprechen der Firma, alle Gewinne aus dem laufenden Russland-Geschäft an humanitäre Organisationen zu spenden.

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Fresenius

Der Gesundheitskonzern verteidigt sein Verbleiben in Russland mit humanitären Gründen. "Zu unserer Verantwortung als Gesundheitsunternehmen gehört auch, unsere Patienten in Russland nicht allein zu lassen, sondern weiter medizinisch zu versorgen." Fresenius betreibt unter anderem Dialysezentren für Nierenkranke.

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Merck

Der Pharmakonzern Merck mit Sitz in Darmstadt arbeitet auch weiter in Russland und verweist zur Begründung ebenfalls auf seine Verpflichtung gegenüber der Patienten. Ob die Entscheidung einzelner Unternehmen in Russland zu bleiben einen anhaltenden Imageschaden nach sich zieht, bleibt abzuwarten, genauso wie die Entwicklung des Kriegs.

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