Was Sie nicht über den Vatikan und die Päpste wussten

Eine tausendjährige Institution
Kardinäle als Geiseln
Die Päpste von Avignon
Die Schweizergarde
Das kürzeste Pontifikat
Ein bisschen Selbstironie
Eine Fußballmannschaft
Ein polnischer Papst
Das drittlängste Pontifikat
Papst und Weltenbummler
Das Papstmobil
Ein Papst als Exorzist
Der deutsche Papst, der auf sein Amt verzichtete
Der älteste Papst der Geschichte
Franziskus
Fortschrittliche Standpunkte
Ein Sportfan
Eine tausendjährige Institution

Die katholische Kirche blickt auf eine 2.000-jährige Geschichte zurück und ist wohl die bekannteste Institution der Welt. Aber nur wenige wissen, wie sie intern funktioniert oder genaueres über ihre Funktionsträger. Erfahren Sie mehr in dieser Galerie!

Kardinäle als Geiseln

Um einen neuen Papst zu wählen, treffen sich die Kardinäle in einem Konklave, wo sie sich vom Rest der Welt abschotten. Diese Tradition, mit dem Ziel politischen Druck zu vermeiden, besteht seit dem 13. Jahrhundert.

Die Päpste von Avignon

Die Päpste haben nicht immer im Vatikan residiert. Im 14. Jahrhundert lebten sie in Frankreich, in der Stadt Avignon, die für ihren Papstpalast berühmt geblieben ist. Sieben Päpste waren in dieser Zeit Franzosen.

Die Schweizergarde

Seit 1505 wird der Vatikan von der Päpstlichen Schweizergarde beschützt, die für ihre farbenfrohen Uniformen bekannt ist. Damals hatten die Schweizer Söldner den Ruf, die furchterregendsten in ganz Europa zu sein. Übrigens handelt es sich nach der Armee von Monaco um die zweitkleinste Armee der Welt.

Das kürzeste Pontifikat

Im Jahr 1590 erkrankte der neue Papst Urban VII. während des Konklaves, in dem er gewählt wurde, an Malaria und starb zwölf Tage später. Dies war das kürzeste Pontifikat in zwei Jahrtausenden und das Konklave musste im folgenden Monat erneut zusammentreten.

Ein bisschen Selbstironie

Trotz der Ernsthaftigkeit ihres Amtes mangelt es den Päpsten nicht immer an Selbstironie. Johannes XXIII. sagte einmal: "Manchmal wache ich nachts auf und fange an, über ernste Probleme nachzudenken. Dann denke ich mir, dass ich mit dem Papst darüber sprechen muss. Dann wache ich vollständig auf und erinnere mich daran, dass der Papst ich bin!".

"Jeder kann Papst werden"

Derselbe Johannes XXIII. pflegte auch zu sagen: "Jeder kann Papst werden, der Beweis ist, dass ich es bin!"

Eine Fußballmannschaft

Der Vatikan hat seine eigene Fußballmannschaft, den Vatikanstadt-Fußballverband, der 1972 gegründet wurde. Die Mannschaft bestritt 1994 ihr erstes Länderspiel gegen San Marino, einen weiteren Mikrostaat auf der italienischen Halbinsel. Ergebnis: Unentschieden.

Ein polnischer Papst

Johannes Paul II. wurde 1978 gewählt und war der erste nicht-italienische Papst seit 450 Jahren, aber auch der erste Papst, der aus einem osteuropäischen Land stammte. Um sich im Voraus für seine unvollkommenen Italienischkenntnisse zu entschuldigen, sagte er auf dem Balkon des Petersdoms den berühmten Satz: "Wenn ich mich irre, korrigieren Sie mich".

Das drittlängste Pontifikat

Sein 26-jähriges Pontifikat ist das drittlängste in der Geschichte des Papsttums, nach dem des heiligen Petrus und dem von Pius IX. im 19. Jahrhundert.

Papst und Weltenbummler

Johannes Paul II. reiste während seines Pontifikats in 129 Länder und traf mehrere Millionen Menschen. Er reiste mehr ins Ausland als alle seine Vorgänger zusammen! Außerdem hält er den Rekord für die meisten Selig- und Heiligsprechungen.

Das Papstmobil

Johannes Paul II. wurde 1981 Opfer eines Schusswaffenattentats. Danach machte er es sich zur Gewohnheit, in einem kleinen, eigens für ihn entworfenen Fahrzeug, das den Spitznamen "Papamobil" erhielt, durch die Menge zu fahren.

Ein Papst als Exorzist

2002 enthüllte die 'New York Post', dass Johannes Paul II. selbst drei Exorzismen durchgeführt hatte: das erste Mal 1981 mit einer Frau, die mit Krämpfen am Boden lag, dann 2000 mit einer anderen Frau, die auf dem Petersplatz Wutausbrüche bekam, und ein letzter Exorzismus im Jahr 2001.

Der deutsche Papst, der auf sein Amt verzichtete

Als erster deutscher Papst seit dem 11. Jahrhundert trat Benedikt XVI. 2005 die Nachfolge von Johannes Paul II. an. Er war der erste Papst seit 600 Jahren, der sein Amt niederlegte. Seine Entscheidung gab er (auf Lateinisch!) im Februar 2013 bekannt. In der Geschichte gibt es bis jetzt nur zehn Päpste, die von ihrem Amt zurück getreten sind.

Der älteste Papst der Geschichte

Wäre Benedikt XVI. nicht zurückgetreten, wäre er jetzt der Rekordhalter als ältester Papst der Geschichte. Das wäre im September 2020 der Fall gewesen, als er 93 Jahre alt wurde.

Franziskus

Sein argentinischer Nachfolger brachte gleich mehrere Neuheiten mit: der erste nicht-europäische Papst seit über tausend Jahren, der erste südamerikanische Papst und der erste Papst, der den Namen Franziskus annimmt. Ein Einstieg, der so innovativ war wie der Rest seines Pontifikats.

Fortschrittliche Standpunkte

Papst Franziskus hat sich gegen die eher traditionellen Ideale der Kirche gestellt. Er hat sich immer für Einwanderer, Minderheiten, Ökologie und gegen die Macht des Geldes eingesetzt. Das hat ihm einige Kritik eingebracht, aber vor allem hat es die Unterstützung von Millionen von Katholiken auf der ganzen Welt erhöht.

Ein Sportfan

Als junger Mann hat Papst Franziskus Basketball gespielt, aber sein Lieblingssport ist Fußball. Er ist ein Fan des Club Atlético San Lorenzo de Almagro aus Buenos Aires. Sie haben den Spitznamen "El Ciclón".

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