Wann ist Pfingsten?
Ein christlicher Feiertag
Deutsche Pfingstbräuche sind regional unterschiedlich
Pfingstrose
Das Pfingstfeuer
Die Pfingsttaube
Pfingstsuppe
Gebratene Taube
Pfingstritt
Kötztinger Pfingstkranzl
Pfingstschnalzen
Firmung an Pfingsten
Pfingstkirmes
Pfingstbaumpflanzen 
Pfingstlümmel
Pfingstochse
Pfingstquacks
Geißbockversteigerung
Laubmann
Pfingstbrunnen
Pfingstbraut und Pfingstbräutigam
Knoblauch-Mittwoch
Ringstechen
Suppenbrunzer
Festivals an Pfingsten
Es gibt noch viele weitere Traditionen, Symbole und Bräuche
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Pfingstbräuche - von traditionell bis kurios
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Wann ist Pfingsten?

Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, und liegt zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. Im Jahr 2022 wird am Sonntag, den 5. Juni gefeiert.

(Bild: Bru-nO /pixabay)

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Ein christlicher Feiertag

An Pfingsten feiern die Christen auf der ganzen Welt die Ankunft des Heiligen Geistes. Es ist zugleich der letzte Tag der Osterzeit. In der Apostelgeschichte wird vom "Pfingstwunder" gesprochen, als die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erfüllt wurden und plötzlich alle Sprachen der Welt sprechen konnten. Damit verbreiteten sie die christliche Botschaft und die Taten Jesu auf der ganzen Welt.

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Deutsche Pfingstbräuche sind regional unterschiedlich

Pfingstbräuche haben in Deutschland eine lange Tradition und sind regional unterschiedlich. Einige Sitten sind sehr geschichtsträchtig, andere noch sehr neu und für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, mit welchen Traditionen und Bräuchen gefeiert wird.

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Pfingstrose

Für viel Verwirrung sorgt die Pfingstrose. Der deutsche Name der Paeonia officinalis geht auf ihre Blütezeit zurück, weshalb sie oft zu Pfingsten verschenkt wird, aber streng genommen nichts damit zu tun hat. Die Pfingstrose hat übrigens eine krampflösende, schmerz- und blutstillende Wirkung und wird in der traditionellen Chinesischen Medizin noch heute als Heilpflanze eingesetzt.

(Bild: Nowaja / pixabay)

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Das Pfingstfeuer

Das Pfingstfeuer, das üblicherweise am Pfingstsamstag und in Süddeutschland, aber auch auf Norderney entzündet wird, ist ein Symbol für den Heiligen Geist und soll den Gläubigen die Erleuchtung bringen. Früher wurde es auch dazu verwendet, um den Winter gebührend zu verabschieden und mit Speisen und Getränken zu feiern.

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Die Pfingsttaube

Die Taube ist seit frühchristlicher Zeit ein Symbol für den Heiligen Geist, der laut dem Johannesevangelium bei der Taufe Jesu im Jordan wie eine Taube über ihm schwebte und dann auf ihn herabstieg. In der Barockzeit wurden oft während des Pfingstgottesdienstes lebende Tauben freigelassen.

(Bild: geralt/pixabay)

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Pfingstsuppe

Auch beim Pfingstessen gibt es unterschiedliche Traditionen, welches Gericht auf den Tisch kommt. Früher bekamen die Mägde und Knechte zu Pfingsten die gesamte gemolkene Milch zugesprochen. Diese Pfingstmilch wurde mit Eiern und Mandeln als Suppe gegessen - ein Festmahl. Die Milchsuppe wird auch heute noch oft serviert.

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Gebratene Taube

Im Mittelalter wurden kleine Kunstwerke in Gestalt einer Taube verschenkt, als Symbol für den Heiligen Geist. Doch als Pfingstmahl gab es auch gebratene Tauben. Diese Tradition gibt es nach wie vor im Allgäu und im Schwarzwald, allerdings werden die Tauben mittlerweile als Allgäuer Brotvogel aus Hefeteig oder als Pfingstwecken gereicht.

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Pfingstritt

Pfingstprozessionen werden vor allem in Schwaben veranstaltet. Die Geistlichen spenden den Bauern bei den Umzügen vor allem den Wettersegen und bitten um eine gute Ernte. Der Pfingstritt zu Kötzting im Bayerischen Wald (Bild) zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas und geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurück. Am Pfingstmontag ziehen über 900 Reiter betend auf geschmückten Pferden und in Tracht durchs Zellertal.

(Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)

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Kötztinger Pfingstkranzl

In Kötzting  wird dabei das "Pfingstkranzl" (Tugendkränzchen) getragen, eine Filigranarbeit aus Gold- und Silberdraht. Der Geistliche Offiziator trägt es während des Rittes und erteilt damit auch den Segen. Am Ende der Pfingstreitermesse wird es an einen jungen, katholischen Mann weitergegeben, der sich das Jahr über vorbildlich verhalten hat.

(Bild: maxmann / pixabay)

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Pfingstschnalzen

Im oberösterreichischen Wiesmath gibt es noch die alte Tradition des Pfingstschnalzens in der Nacht auf Pfingstmontag. Die Schuhplattler- und Volkstanzgruppe zieht dann mit einer 3-5 Meter langen Peitsche, die an einem Holzstiel befestigt ist, im Drei- oder Vierachteltaktes durch den Ort.

(Bild: bboellinger / pixabay)

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Firmung an Pfingsten

Sowohl Pfingsten als auch das Sakrament der Firmung haben ihre biblischen Wurzeln in der Apostelgeschichte, die von der "Herabrufung" des Heiligen Geistes berichtet. So werden in Österreich, vor allem in der Erzdiözese Wien, in dieser Zeit besonders viele Jugendliche gefirmt.

(Bild: Skitterphoto / pixabay)

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Pfingstkirmes

An vielen Orten wird nach dem Gottesdienst mit einer Kirmes oder Kirchweih gefeiert. Die bekanntesten Pfingstkirmes finden in Heiligenstadt in Thüringen und Menden im Sauerland statt. Doch auch in Städten wie Markt Wilhermsdorf und Fürth oder in kleineren Dörfern werden Volksfeste veranstaltet.

(Bild: VonSinnen / pixabay)

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Pfingstbaumpflanzen 

Überwiegend in Niedersachsen ist das Pfingstbaumpflanzen oder Pfingstmaien Tradition. Meist werden junge Birken vor Haustüren befestigt. Oft ist der Brauch mit Gesang und dem Genuss alkoholischer Getränke verbunden. Der Pfingstbaum soll auf die Germanen zurückgehen, die damit böse Geister vertreiben wollten. In manchen Städten wird der Pfingstbaum als Vorstufe des Maibaums von ledigen Männern aufgestellt, um sich unverheirateten Damen vorzustellen.

(Bild: van_tomsing/ pixabay)

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Pfingstlümmel

Da an Pfingsten das Vieh zum ersten Mal ausgetrieben wird, ist es auch das Fest der Hirten. In Laub gekleidete Burschen („Pfingstlümmel“) werden herumgeführt, die die neuen Wachstumsgeister verkörpern. In ländlichen Gebieten werden die Tiere dafür aufwändig geschmückt.

(Bild: JOE KLAMAR/AFP via Getty Images)

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Pfingstochse

Im scherzhaften Sinn bezeichnet der Pfingstochse im altbayerischen Raum auch das Familienmitglied, das am Pfingstsonntag am längsten schläft. In manchen Orten wird der Pfingstochse auf einer Schubkarre durch den Ort gefahren, um allen zu zeigen, wer der Langschläfer ist.
In Österreich heißen die Langschläfer auch Pfingstlucken oder Pfingstnigln und bekommen einen Blumenstrauß mit Brennnesssel ins Bett gelegt.

(Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)

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Pfingstquacks

In der Pfalz ist das Brauchtum des Pfingstquacks verbreitet. Es handelt sich dabei um eine mit grünen Ginster umhüllte Person, der die Ginsterzweige geraubt werden. Laut Volksglaube bringt es Unglück, keinen Ginsterzweig auf dem Dachboden zu haben, den es könnte deshalb sogar abbrennen. Denn den Zweigen wird nachgesagt, vor Blitzeinschlag zu schützen. In anderen Gegenden ziehen Kinder durch die Dörfer und singen Ständchen oder rufen "Quack, quack, quack", um Eier, Geld und Süßigkeiten zu bekommen.

(Bild: Jens G / pixabay)

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Geißbockversteigerung

Die Deidesheimer Geißbockversteigerung ist ein altes Stadtfest in Form eines Historienspiels, das jedes Jahr am Dienstag nach Pfingsten an der Weinstraße stattfindet. Höhepunkt ist die Versteigerung eines Ziegenbocks zur Abgeltung von Weiderechten.

(Bild: Ralphs_Fotos /pixabay)

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Laubmann

Eine besonders kuriose, heidnische Tradition ist die Auferstehung des Laubmanns. Die Sage des Dorfes Langenbach handelt von einem grünen Ungetüm, das zu Pfingsten erwacht, um durch das Dorf zu gehen und Menschen nur gegen ein Wegegeld vorbeiziehen zu lassen. Im schweizerischen Ettingen ziehen verkleidete junge Männer durch die Straßen und bespritzen vor allem ledige Frauen mit Wasser. Ähnliche Bräuche gibt es auch in  Österreich.

(Bild: stux /pixabay)

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Pfingstbrunnen

Pfingstbrunnen werden ähnlich wie Osterbrunnen mit Blumen und Birkenstämmchen, Bändern und bemalten Eiern geschmückt. Der fränkische Brauch geht auf den vorchristlichen Fruchtbarkeitskult zurück und kündigt den Beginn der Sommerzeit an.

(Bild: faglork / pixabay)

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Pfingstbraut und Pfingstbräutigam

Viele Pfingstbräuche drehen sich traditionell darum, einen Partner oder eine Partnerin zum Heiraten zu finden – wenngleich dies heute meist eher scherzhaft gemeint ist. So werden bei Feiern vielerorts durch Spiele eine Pfingstbraut und ihr Pfingstbräutigam ermittelt.

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Knoblauch-Mittwoch

Am Mittwoch nach Pfingsten findet in Halle an der Saale der Knoblauch-Mittwoch statt. Warum dieses Ritual nach Pfingsten stattfindet, hat gesundheitliche Gründe. Es wurde nämlich schon früher davon ausgegangen, dass an den Feiertagen viel gegessen wird, also erklärte man den Mittwoch nach Pfingsten zum Knoblauchtag.

(Bild: Charles Chen /unsplash)

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(23/26)
Ringstechen

Das Ringstechen an Pfingsten ist ein altes Reiterspiel für Kinder. Hierzu wird ein Ring an einem Baum-Mast befestigt, und die Spieler versuchen, einen Stab durch den Ring zu werfen. Sieger ist derjenige, der die meisten Treffer erzielt und wird Pfingstkönig oder Pfingstkönigin.

(Bild: LUM3N / pixabay)

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Suppenbrunzer

Klingt komisch, ist aber kein Schimpfwort. Suppenbrunzer ist ein alter, niederbayrischer Dialektausdruck für die Heiliggeisttaube, eine Holztaube in einer Glaskugel, die an Pfingsten in der Essecke oder über dem Tisch hängt. Weil der heiße Suppendampf an die Kugel kommt und später das Wasser wieder in den Suppenteller zurücktropft, bekam sie ihren kuriosen Namen.

(Bild: Phil Hearing / unsplash)

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Festivals an Pfingsten

Pfingstfestivals gehören zu den Traditionen der jüngeren Generation. Je nachdem, wann Pfingsten stattfindet, wird das verlängerte Wochenende dazu genutzt, um die Festivalsaison einzuläuten. Zum Beispiel das Wave Gotik Treffen in Leipzig, Oberhausen, Rock im Park/Rock am Ring, Stadtteilfeste und kleinere Veranstaltungen im ländlichen Gebiet in Österreich und der Schweiz.

(Bild: Anthony DELANOIX / unsplash)

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Es gibt noch viele weitere Traditionen, Symbole und Bräuche

Diese Traditionen sind in den unterschiedlichsten Regionen entstanden, haben meist einen heidnischen Ursprung und viele verschiedene Abwandlungen, Bezeichnungen und Symbolik.

(Bild: geralt / pixabay)

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