Welche Länder tun was fürs Klimaziel?

Der Klimaschutz – Index 2022
Die Kriterien
Es gibt keine Gewinner
Dänemark hat am Besten abgeschnitten
Gleich danach Schweden und Norwegen
Platz 7: Großbritannien
Platz 8: Marokko
Platz 9: Chile
Platz 10. Indien
Deutschland steht an 13. Stelle
Die problematischen Punkte
Die EU insgesamt schafft es nur auf Platz 22
Brasilien rutscht von 25 auf 33
China belegt Platz 37, vor den USA
Die USA verbessern sich
Schlusslichter
Der Klimaschutz – Index 2022

Die Umweltorganisationen Germanwatch, New Climate Institut und Clima Action Network haben ihren jährlichen Bericht herausgegeben. Er vergleicht die Anstrengungen der grössten CO2 Verursacher die in Paris 2015 festgelegten Klimaziele zu erreichen. Die Ergebnisse sin ernüchternd, und einige Resultate überraschen. Sehen Sie selbst…

Die Kriterien

Für das Ranking wurde der Treibhausgas –Ausstoß, die erneuerbaren Energien, der Energieverbrauch und die politischen Entscheidungen der jeweiligen Staaten verglichen.

Es gibt keine Gewinner

Die ersten drei Plätze der Liste bleiben leer! Die erschreckende Begründung der Autoren und Autorinnen: "da sich noch kein Land tatsächlich auf einem 1,5-Grad-Pfad befindet".

Dänemark hat am Besten abgeschnitten

Das Königreich hat es auf den siegreichen 4. Platz geschafft.

Gleich danach Schweden und Norwegen

Der Grund für das gute Abschneiden liegt, laut den Experten, daran, dass die skandinavischen Länder früh mit Klimaschutzmaßnahmen angefangen haben. Schweden zum Beispiel hat zwar einen relativ hohen Energieverbrauch, ist aber dekarbonisiert. Im Bild: ein schwedischer Zug in Vastervik, der mit Biogas angetrieben wird.

Platz 7: Großbritannien

Ein hohes Niveau an „grüner Energie“ wird auch dem Vereinigten Königreich bestätigt.

Platz 8: Marokko

Das afrikanische Land holt Punkte mit dem Bau großer Solarkraftwerke.

Platz 9: Chile

Die gute Position von Chile verändert sich im Vergleich zum Vorjahr nicht, obwohl auch hier der Energieverbrauch pro Kopf zu Wüschen übrig lässt.

Platz 10. Indien

Das Land profitiert von seinen relativ geringen Pro- Kopf- Emissionen, doch diese steigen stetig und gefährden Indiens gute Position im Ranking.

Im Bild: ein Fahrradfahrer im Smog von Neu Delhi.

Deutschland steht an 13. Stelle

Das bedeutet, die Bundesrepublik liegt erstmals seit 2013 "im grünen Bereich“. Aber in einem Interview mit DW hat Jan Bruck von Germanwatch, ein Mitautor der Studie, zu bedenken gegeben, dass "es noch zu früh sei zum Jubeln. Auf die Frage, wie Deutschland seine Klimaziele tatsächlich erreichen will, hat die Politik noch keine ausreichende Antwort gegeben.“

Die problematischen Punkte

Das Emissionsniveau ist in Deutschland weiterhin hoch und der Ausbau alternativer Energien stockt.

Im Bild: Proteste gegen den Kohleabbau.

Die EU insgesamt schafft es nur auf Platz 22

Besonders schlecht schneiden Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien und Tschechien ab. Aber es gibt Hoffnung, denn die osteuropäische Länder, die stark von der Kohle abhängen, haben auf der COP 26 einen Ausstieg aus dieser Energiequelle innerhalb der nächsten 15 Jahre angekündigt. Mit dabei ist auch Polen, jetzt auf Platz 52.

Brasilien rutscht von 25 auf 33

Hier werden die politischen Entscheidungen als ‚sehr schlecht’ bewertet.

Im Bild: Proteste zum Erhalt des Amazonas.

China belegt Platz 37, vor den USA

Im vergangenen Jahr lag das der asiatische Riese noch auf Rang 33. Vor allem der Treibhausgas-Ausstoß und der Energieverbrauch werden bemängelt.

Die USA verbessern sich

Von Platz 61 im Vorjahr, rückt der zweit größte Emittent der Welt (nach China) auf Rang 55, und steht damit genau vor Russland. Ein Grund dafür ist sicher das erste Jahr unter der Präsidentschaft von Joe Biden.

Schlusslichter

Weit hinten im Index findet man Australien, Platz 58, und Kanada auf Platz 61. Im Fall von Australien ist der massive Kohleabbau (im Bild) zur Energiegewinnung ein wichtiger Negativfaktor. Auch Kanada schneidet in der Kategorie erneuerbare Energien sehr schlecht ab.

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