Was man über die Coronaimpfung bei Kindern wissen sollte

Coronaimpfung bei Kindern
Jill Biden hat die Kampagne gestartet
Für Kinder ist das Risiko geringer, aber immer noch vorhanden.
Zweifel
Impfstudie mit 4.000 Kindern
8.000 Krankenhausaufenthalte von Kindern mit Covid in den USA
Es wurden keine Fälle von schwerwiegenden Krankheitsverläufen gemeldet.
China hat im Juni mit der Impfung von Kindern begonnen
Chile hat im September begonnen
Kuba hat auch Kinder geimpft
Warum hat die USA so lange gebraucht, um sich zu entscheiden?
Jeff Zients, Corona-Koordinator der USA
Es wurde noch auf die Genehmigung gewartet
Alles war bereit
15 Millionen BioNTech-Impfungen sind vorbereitet
Das Ziel: allen den Zugang zum Impfstoff zu erleichtern.
Die ersten Impfungen für 5- bis 11-Jährige
Seit dem 8. November in vollem Gange
Ausreichend Impfstoff, um 28 Millionen US-amerikanische Kinder zu impfen
Aber sollten Erwachsene in armen Ländern nicht früher geimpft werden?
Viele Länder konnten ihre Bevölkerung nicht impfen
Die Viren machen keinen Halt vor Grenzen
Nur 50,8 % der Weltbevölkerung haben den Covid-Impfstoff erhalten
Dritte Dosis
Die WHO sagt, dass ältere Menschen Priorität haben sollten
Viele Länder suchen verzweifelt nach Impfstoffen
In Haiti sind nur 0,3 % vollständig geimpft
Viele erhalten Covid-Impfstoffe nur über COVAX
Wohlhabende Länder haben den Impfstoff gehortet
Es wird weniger Impfungen für Bedürftige geben...
Die WHO sagt, dass Kinder ein geringes Risiko haben
Warum hat Biden es eilig, Kinder zu impfen?
76 % der Covid-Impfungen sind für die Reichen
Coronaimpfung bei Kindern

Die USA startet die Coronaimpfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren.

Jill Biden hat die Kampagne gestartet

Am Montag, dem 8. November, startete die Kampagne, bei der Kinder landesweit geimpft werden. Viele Eltern waren erleichtert, ihre Kinder vor dem schrecklichen Virus zu schützen, dass die Welt seit zwei Jahren angreift.

Für Kinder ist das Risiko geringer, aber immer noch vorhanden.

Kinder sind oft ein asymptomatischer Träger der Krankheit und schwere Fälle treten selten auf. Es besteht jedoch die Möglichkeit durch eine Coronaerkrankung mit Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert zu werden.

Zweifel

Auch wenn der Impfstoff laut Wissenschaftler sicher ist, sind die Zweifel einiger Eltern nachvollziehbar, da es sich bei den behandelten Personen um Kinder handelt.

Impfstudie mit 4.000 Kindern

NPR (der amerikanische öffentliche Radiosender) berichtete, dass BioNTech/Pfizer eine Impfstudie mit etwa 4.000 Kindern im Alter zwischen 5 und 11 Jahren durchgeführt hat und der Impfstoff sich als sicher und zu 91 % wirksam bei der Vorbeugung von Covid-19 erwies.

8.000 Krankenhausaufenthalte von Kindern mit Covid in den USA

Darüber hinaus gab es laut NPR seit Beginn der Pandemie fast 200 Todesfälle und 8.000 Krankenhauseinweisungen von Kindern in den Vereinigten Staaten. Die möglichen Langzeitfolgen der Krankheit sind für die medizinische Fachwelt von besonderer Bedeutung.

Es wurden keine Fälle von schwerwiegenden Krankheitsverläufen gemeldet.

NPR berichtete auch, dass es bisher keine Fälle von Herzmuskelentzündung in der Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen gab. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Daher scheint es, dass die Vorteile der Impfung von Kindern die Risiken bei weitem überwiegen.

China hat im Juni mit der Impfung von Kindern begonnen

Obwohl viel über die Impfung der USA für die Altersgruppe 5–11 gesprochen wird, ist das nicht das erste Land, das Kinder impft. Laut BBC hat China im Juni mit der Impfung von Kindern im Alter von 3 bis 17 Jahren mit Sinovac begonnen.

Chile hat im September begonnen

Im September berichtete die BBC, dass der gleiche Impfstoff (Sinovac) in Chile ab einem Alter von 6 Jahren zugelassen wurde.

Kuba hat auch Kinder geimpft

CNN berichtete, dass Kuba im September mit der Impfung von Kindern im Alter von zwei Jahren mit seinem eigenen „hausgemachten“ Impfstoff begonnen hat und, dass Kuba bis November 2021 mehr als 90 % der Bevölkerung impfen will.

Warum hat die USA so lange gebraucht, um sich zu entscheiden?

Warum haben die USA so lange gebraucht, um die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen zu impfen? Die Verzögerung hat mit einer ethischen Frage zu tun: sollte die Bevölkerung der reichen Länder zu 100 % geimpft werden oder sollten Impfstoffe an arme Länder abgegeben werden und die Impfung von Kindern später erfolgen?

Jeff Zients, Corona-Koordinator der USA

Am 1. November 2021 verkündete Jeff Zients, der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, dass die Coronaimpfkampagne für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren in nur einer Woche „in vollem Gange“ sein würde.

Es wurde noch auf die Genehmigung gewartet

Die Regierung von Biden hoffte, dass die oberste Gesundheitsbehörde (CDC) den BioNTech-Impfstoff für Kinder so schnell wie möglich genehmigen würden.

Alles war bereit

In Zients offizieller Erklärung des Weißen Hauses (s. Bild) sagte er: „Während wir auf die Entscheidung der CDC gewartet haben, haben Vorbereitungen und Logistik nicht gestoppt. Tatsächlich haben wir uns seit Wochen darauf vorbereitet.“

15 Millionen BioNTech-Impfungen sind vorbereitet

Die Regierung von Biden bestellte den BioNTech-Impfstoff, um sich auf die Impfung von Kindern in Kinderarztpraxen, Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Apotheken vorzubereiten.

Das Ziel: allen den Zugang zum Impfstoff zu erleichtern.

Zients erklärte, der Impfstoff soll an verschiedenen Orten angeboten werden, „damit Eltern viele Möglichkeiten haben, ihre Kinder impfen zu lassen und um sicherzustellen, dass alle Kinder, einschließlich derer ohne Hausärzte, einen einfachen und bequemen Zugang zu dem Impfstoff haben.“

 

Die ersten Impfungen für 5- bis 11-Jährige

Weiterhin sagte Zients, dass die ersten Impfungen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren in der ersten Novemberwoche beginnen würden und ab dem 8. November dann vollständig laufen würde.

Seit dem 8. November in vollem Gange

Zients sagte: „Ab dem 8. November wird die Impfkampagne für Kinder in vollem Gange sein. Eltern können Termine an ihren vertrauten und bekannten Orten vereinbaren, um ihre Kinder impfen zu lassen.“

Ausreichend Impfstoff, um 28 Millionen US-amerikanische Kinder zu impfen

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von Zients genügend Pfizer-Dosen erhalten, um die 28 Millionen im Land lebenden Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren zu impfen.

Aber sollten Erwachsene in armen Ländern nicht früher geimpft werden?

Es stellt sich jedoch die Frage: Sollen wir Kinder impfen (die ein geringes Risiko haben, wenn sie sich mit Covid-19 anstecken) oder sollen erstmal alle Erwachsenen weltweit geimpft werden?

Bild: Jeyaratnam Caniceus en Pixabay

Viele Länder konnten ihre Bevölkerung nicht impfen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist in fast 70 Ländern nur ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft.

Die Viren machen keinen Halt vor Grenzen

Viren machen keinen Halt vor Grenzen. Da die ärmsten Länder, bei deren Impfprozess nicht unterstützt werden, können sich neue Varianten rasant entwickeln, wie das bei der Delta-Variante passiert ist.

Nur 50,8 % der Weltbevölkerung haben den Covid-Impfstoff erhalten

Laut der New York Times haben nur 50,8 % der Weltbevölkerung den Corona-Impfstoff erhalten. Leider sind die Impfstoffdosen weltweit immer noch knapp, und die Nachfrage wird weiterhin höchstwahrscheinlich bis Ende 2021 größer sein, als das Angebot.

Dritte Dosis

Viele Regierungen befürchten, dass die Immunität der vollständig Geimpften im Laufe der Zeit nachlässt. Daher haben auch Länder wie Kanada, USA, Spanien und Israel damit begonnen, den am stärksten gefährdeten Personen Auffrischungsdosen von Corona-Impfstoffen zu verabreichen.

Die WHO sagt, dass ältere Menschen Priorität haben sollten

Die WHO empfiehlt: „Obwohl das Angebot an Impfstoffen begrenzt ist, besteht die derzeitige Priorität darin, Menschen mit dem höchsten Risiko für schwere Erkrankungen zu impfen, die in vielen Teilen der Welt noch nicht geimpft wurden: ältere Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten und Gesundheitspersonal.“

Bild: Instagram @ OMS

Viele Länder suchen verzweifelt nach Impfstoffen

In den meisten ärmeren Ländern ist die Herdenimmunität noch Zukunftsmusik. Laut dem World Vaccine Tracker der New York Times sind viele Länder mit ihren Impfungen weit im Rückstand und suchen verzweifelt nach Hilfe.

In Haiti sind nur 0,3 % vollständig geimpft

So sind beispielsweise in Haiti nur 0,3 % der Bevölkerung vollständig geimpft, im Kongo nur 0,1 %, Äthiopien 1,1 %, Uganda 0,9 %, Syrien 2,4 % oder Nicaragua 5,5 %. Diese winzigen Impfzahlen sind eine globale Gefahr.

Viele erhalten Covid-Impfstoffe nur über COVAX

Die ärmsten Länder der Welt erhalten die Impfstoffe über das von der WHO geführte Impfstoffaustauschprogramm namens Covax und das ist die einzige Möglichkeit die sie haben.

Wohlhabende Länder haben den Impfstoff gehortet

Die Initiative sollte laut The New York Times „bis Ende des Jahres zwei Milliarden Dosen bereitstellen. Die Pläne mussten jedoch aufgrund von Produktionsproblemen, Exportverboten und dem Horten von Impfstoffen durch wohlhabende Länder geändert werden.“

Es wird weniger Impfungen für Bedürftige geben...

Wenn Kinder in den reichen Ländern geimpft werden, können weniger Impfstoffe gespendet werden.

Die WHO sagt, dass Kinder ein geringes Risiko haben

Laut WHO haben „die meisten Kinder ein geringes Risiko, an schweren Krankheiten zu erkranken, und ihre Impfung reduziert vor allem die Übertragung, die auch durch Maßnahmen seitens des Gesundheitsministeriums erreicht werden können: körperliche Distanzierung von anderen, häufiges Händewaschen, in den Ellbogen niesen und husten, eine Maske tragen, wenn es dem Alter angemessen ist, und überfüllte und schlecht belüftete Räume vermeiden.

Warum hat Biden es eilig, Kinder zu impfen?

Wenn Kinder also ein geringes Risiko haben und ihre Impfung in erster Linie darauf abzielt, die Übertragung zu reduzieren, warum hat es die USA dann so eilig? In fast allen entwickelten Ländern wollen Politiker während der Pandemie Sicherheit vermitteln, und dazu gehört auch die Impfung von Kindern. Was nicht schlecht ist, solange arme Länder nicht darunter leiden.

76 % der Covid-Impfungen sind für die Reichen

Laut The New York Times wurden bisher etwa 76 % der Impfstoffinjektionen weltweit an Menschen in den reichsten Ländern und nur 0,6 % in ärmeren Ländern verabreicht. Der halbe Planet wartet noch auf eine Impfung.

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