Rauchverbot in einem Unternehmen für die Mitarbeiter, die Telearbeit leisten

In Japan arbeiten und nicht rauchen
Nomura Holding, ein rauchfreies Finanzunternehmen
Werden Telearbeiter auf das Rauchen überwacht?
Rauchen im Büro ist noch schlimmer
Eine Dreiviertelstunde, wenn Sie rauchen wollen
Das ewige Ärgernis für Nichtraucher
Eine „aufdringliche“ Maßnahme
40 Arbeitsstunden (und eine Menge Überstunden)
Arbeitnehmer, die mehr arbeiten wollen
Das Rauchen in Japan
Eine rückläufige Gewohnheit, aber...
Freiheit oder Gesundheit?
 Die Zahl der Raucher verringern
 30% der Japaner rauchen
Auch andere Unternehmen verbieten das Rauchen
Tschüss, Raucherzimmer
In Japan arbeiten und nicht rauchen

Es steht zwar fest, dass das Rauchen eine gesundheitsschädliche Angewohnheit ist. Aber solange Tabakkonsum legal ist, ist es nicht klar, ob ein Unternehmen das Rauchen seinen Mitarbeitern verbieten kann. Eine japanische Firma hat es jedoch beschlossen: auch Telearbeiter dürfen in ihrer eigenen Wohnung nicht mehr rauchen.

Nomura Holding, ein rauchfreies Finanzunternehmen

Laut Financial Times will die Nomura Holding das Rauchen unter ihren Angestellten abschaffen und hat dazu einen Plan ausgearbeitet, der die Schließung von Raucherräumen in ihren Büros und ein Rauchverbot für Telearbeiter vorsieht.

Werden Telearbeiter auf das Rauchen überwacht?

Die Frage ist jedoch: Wie wird Nomura sicherstellen, dass seine Mitarbeiter nicht zu Hause rauchen, wenn sie Telearbeit leisten? Ganz und gar nicht. Das Unternehmen gibt zu, dass es sich um einen Vertrauenspakt mit seinen Mitarbeitern handelt. Und das Grundprinzip ist, dass es keinen Unterschied zwischen denen gibt, die ins Büro kommen, und denen, die zu Hause arbeiten.

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Rauchen im Büro ist noch schlimmer

Es ist das schlimmste Szenario, mit dem die Raucher, die ins Büro trotzdem kommen, konfrontiert werden. Es wird keine Raucherräume mehr geben und sie müssen nach draußen gehen. Aber in Städten wie Tokio bestehen strenge Rauchbeschränkungen auf den Bürgersteigen. Vielleicht ist es besser, auf diese giftige Gewohnheit aufzugeben.

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Eine Dreiviertelstunde, wenn Sie rauchen wollen

Darüber hinaus werden laut Financial Times die Raucherpausen nicht mehr 10 Minuten dauern, sondern... 45 Minuten! Diese Zeit müssen die Arbeitnehmer natürlich nachholen. Und warum 45 Minuten? Denn es ist davon auszugehen, dass die Mitarbeiter nicht vom Rauchen zurückkommen, wenn Rauch oder schlechte Gerüche die Büros durchdringen.

Das ewige Ärgernis für Nichtraucher

Raucherpausen sind in vielen Unternehmen umstritten. Für Nichtraucher ist es eine mit der Nikotinsucht verbrachte Auszeit. Sie fühlen sich benachteiligt im Vergleich zu den Rauchern.

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Eine „aufdringliche“ Maßnahme

Einige Mitarbeiter von Nimura haben gegenüber der Financial Times erklärt, dass sie das Verbot für Telearbeiter, zu Hause zu rauchen, als „aufdringlich“ empfinden. Aber es stimmt, dass in der japanischen Unternehmenskultur solche Anforderungen an die Mitarbeiter nicht selten gestellt werden, die in anderen Ländern als unverhältnismäßig gelten.

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40 Arbeitsstunden (und eine Menge Überstunden)

Offiziell darf es in japanischen Unternehmen 40 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Aber es ist üblich, Überstunden zu machen und den Arbeitstag bis auf 12 Stunden zu verlängern. Es gab Fälle von Tod durch „Karoshi“ (exzessive Arbeitsbelastung). Ein echtes soziales Phänomen, das von Experten erkannt und analysiert wird.

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Arbeitnehmer, die mehr arbeiten wollen

In Presseartikeln wurde darauf hingewiesen, dass einige japanische Arbeitnehmer nicht wissen, was sie mit ihrer Freizeit tun sollen und lieber arbeiten. Tatsächlich besteht jedoch die alte Unternehmenskultur fort, die die Mitarbeiter fast als Untertanen betrachtet. Aber diese Mentalität gibt langsam nach.

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Das Rauchen in Japan

Und nun will ein Unternehmen der Zigarettenpause ein Ende setzen, und zwar in einem Land mit einer hohen Zahl von Rauchern: Schätzungsweise 30 Millionen Menschen in Japan.

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Eine rückläufige Gewohnheit, aber...

Wie in allen Industrieländern ist es auch in Japan gelungen, die Zahl der Raucher seit den 1990er Jahren erheblich zu verringern. Zu den rauchfreien Bereichen gehören Restaurants, Spielhallen sowie viele weitere öffentliche Bereiche. Dazu gehören auch einige Bürgersteige in einigen Städten. Dennoch ist Tabakkonsum in Japan nach wie vor weit verbreitet.

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Freiheit oder Gesundheit?

Auch hier stellt sich die Frage, welchen Autonomiegrad ein Unternehmen seinen Mitarbeitern gewähren kann. Der Tabakfall betrifft nur rein persönliche Angelegenheiten, aber einige Unternehmen in den Vereinigten Staaten verlangen zum Beispiel von ihren Angestellten, sich zum Schutz der öffentlichen Gesundheit gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Bild: Ryoji Iwata / Unsplash

Die Zahl der Raucher verringern

Nach Angaben der Financial Times will Nomura den Anteil der rauchenden Mitarbeiter reduzieren. Ihr Anteil an der Belegschaft beträgt derzeit 20% und soll bis 2025 auf nur 12% gesenkt werden.

Bild: Mak / Unsplash

30% der Japaner rauchen

Schätzungsweise rauchen 30% der japanischen Bevölkerung.

Bild: Zhipeng Ya / Unsplash

Auch andere Unternehmen verbieten das Rauchen

Auch andere japanische Unternehmen haben Maßnahmen gegen das Rauchen ergriffen. Natürlich klingt die Ausweitung auf Telearbeiter etwas totalitär.

Bild: Louie Martinez / Unsplash

Tschüss, Raucherzimmer

Klar ist, dass die Raucherräume in japanischen Unternehmen verschwinden werden. Und das Beste ist wirklich, darüber nachzudenken, das Rauchen aufzugeben, um die öffentliche Gesundheit zu verbessern.

Bild: Daniele Levis Pelusi / Unsplash

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