NASA startet DART, um zu verhindern, dass Asteroiden mit der Erde kollidieren

DART
Suche nach Didymos
Didymos und Dimorphos
Ändern der Umlaufbahn
Planetenverteidigung
Wie in einem Hollywood-Film
Erdnahe Objekte
Weit weg von Science-Fiction
Asteroidengefahr
Ein Asteroid vor 66 Millionen Jahren
Neil deGrasse Tyson:
Stephen Hawking: Ausschau halten
Trump: US-Weltraumstreitkräfte
Biden: NASA-Budgeterhöhung
Alternative Strategien für Dimorphos
Gut etwas zu haben und es nicht zu brauchen
DART

Am 24. November startete die NASA ihren Double Asteroid Redirection Test (DART) in einer 33-Millionen-Dollar-Sonde, die die einzige Hoffnung der Menschheit gegen die Bedrohung durch Asteroiden sein könnte, die unseren Planeten treffen.

Bild: NASA/Bill Ingalls

Suche nach Didymos

Die Raumsonde, etwa so groß wie ein Auto, wird mit 24.000 Stundenkilometern und etwa 11 Millionen Kilometern von der Erde entfernt, den Mond des Doppelasteroiden Didymos treffen.

Bild: NASA/Johns Hopkins APL

Didymos und Dimorphos

Didymos, 1996 entdeckt, besteht aus zwei Asteroiden, die um dasselbe Zentrum gravitieren. Er wird als potenziell gefährlicher Asteroid eingestuft, da er die Erde relativ nahe umkreist. Sein "Mondlet", Dimorphos, wurde 2003 entdeckt.

Bild: NASA/Johns Hopkins APL

Ändern der Umlaufbahn

Die NASA-Sonde soll im September 2022 Dimorphos treffen. Der Zusammenstoß soll die Umlaufbahn des Mondes verändern. Zusammen mit DART ist die Raumsonde LICIA CubeSat der Europäischen Weltraumorganisation ESA unterwegs, um Fotos von dem Ereignis zu machen,

Bild: NASA/Johns Hopkins APL

Planetenverteidigung

Das Hauptziel dieser Mission besteht darin, zu sehen, ob Programme wie DART verwendet werden können, um Asteroiden auf dem Weg zur Erde umzulenken. Sie ist ein Teil der Bemühungen den Planeten zu verteidigen.

Bild: NASA

Wie in einem Hollywood-Film

Asteroiden, die von ihrem Kurs zur Erde abgelenkt werden, das klingt wie aus einem Hollywood-Film. Wir haben es in 'Deep Impact' und 'Armageddon' (im Bild) gesehen. Diesmal werden wir jedoch nicht Bruce Willis haben, der uns rettet.

Bild: Touchstone Pictures

Erdnahe Objekte

Erdnahe Objekte können eine echte Bedrohung für die Menschheit darstellen. Die NASA und alle anderen Weltraumbehörden rund um den Globus hoffen, dass Projekte wie DART unseren Planeten schützen könnten.

Abgebildet ist der DART-Kontrollraum im Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Laurel, Maryland.

(NASA/Johns Hopkins APL/Ed Whitman)

Weit weg von Science-Fiction

Der Weltraumwissenschaftler Essam Heggy sagte gegenüber Al Jazeera, dass ein solches Szenario durchaus möglich ist. "Die Wahrscheinlichkeit, erneut von einem Asteroiden getroffen zu werden, ist alles andere als Science-Fiction. Asteroiden von 100 Metern und mehr sind eine Bedrohung für die Erde, und deshalb müssen wie unsere Fähigkeit ihren Kurs zu verändern, verbessern."

(Auf diesem Foto, das von NASA/Johns Hopkins APL/Ed Whitman zur Verfügung gestellt wurde, baut das DART-Team die Sonde bei Johns Hopkins APL zusammen.)

Asteroidengefahr

Didymos selbst ist keine Gefahr für die Erde. Es gibt jedoch über 27.000 andere, erdnahe Asteroiden, von denen 8% (über 2.200) als gefährlich gelten. Und es gibt einen Präzedenzfall.

Ein Asteroid vor 66 Millionen Jahren

Wenn man sich die traumhaften Strände der Halbinsel Yucatan ansieht, ist es schwer vorstellbar, dass darunter der Chicxulub-Krater liegt, ein Überbleibsel des Asteroiden, der vor 66 Millionen Jahren das meiste Leben auf der Erde tötete und das Aussterben der Dinosaurier verursachte.

Neil deGrasse Tyson: "Menschliches Aussterben"

Der amerikanische Astrophysiker Neil deGrasse Tyson argumentierte 2013 während einer Podiumsdiskussion im American Museum of Natural History, dass ein Asteroid "unsere Zivilisation auslöschen oder [lahmlegen] könnte. Deshalb müssen wir alles was möglich ist, in Gang setzen."

Stephen Hawking: Ausschau halten

Wissenschaftler weisen seit Jahren darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft nach Objekten im Weltraum, die mit der Erde kollidieren könnten, Ausschau halten muss. Der verstorbene Physiker Stephen Hawking warnte davor in seinem letzten Buch "Kurze Antworten auf die großen Fragen“.

Trump: US-Weltraumstreitkräfte

Als Donald Trump die Gründung der Space Force, eines neuen Zweigs der US-Streitkräfte, unterzeichnete, waren Tyson und andere in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bestürzt, dass der Fokus auf der internationalen Kriegsführung und nicht auf der Verteidigung des Planeten lag.

Biden: NASA-Budgeterhöhung

Die Dinge scheinen sich mit der Biden-Administration geändert zu haben. Der amtierende US-Präsident hat einer Erhöhung des NASA-Budgets um über 6% oder 25 Milliarden Dollar zugestimmt. Die Weltraumbehörde wird unter anderem bei der Bekämpfung der Klimakrise mitarbeiten.

Alternative Strategien für Dimorphos

Wenn es DART nicht gelingt Dimorphos umzuleiten, gibt es andere Strategien, um die Route von Asteroiden zu ändern. Dazu gehören Laser, Sonnensegel, Bergbauroboter, eine nukleare Explosion in ihrer Nähe oder ein Raumfahrzeug, das sich dem Objekt annähert, um durch seine (geringfügige) Schwerkraft dessen Kurs zu ändern.

Gut etwas zu haben und es nicht zu brauchen

Das Wichtigste ist, vorbereitet zu sein. Bisher wurde geschätzt, dass in den nächsten 100 Jahren kein gefährlicher Asteroid auf die Erde zusteuern wird. Aber das bedeutet nicht, dass wir uns nicht vorbereiten sollten. Wie der NASA Offizier für die Verteidigung unseres Planeten, Lindley Johnson, sagt: "Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der ein Asteroid auf die Erde zusteuert und wir dann erst unsere Möglichkeiten ausprobieren müssen."

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