Leidenschaften, Kindheit, Schwächen: die Ministerinnen und Minister privat

Die 16 Menschen hinter Olaf Scholz
Robert Habeck (52, Grüne)
Cem Özdemir (55, Grüne)
Wolfgang Schmidt (51, SPD)
Annalena Baerbock (40, Grüne)
Karl Lauterbach (58, SPD)
Christian Lindner (42, FDP)
Steffi Lemke (53, Grüne)
Svenja Schulze (53, SPD)
Christine Lambrecht (56, SPD)
Anne Spiegel (40, Grüne)
Nancy Faeser (51, SPD)
Volker Wissing (51, FDP)
Marco Buschmann (44, FDP)
Klara Geywitz (45, SPD)
Hubertus Heil (49, SPD)
Bettina Stark-Watzinger (53, FDP)
Die 16 Menschen hinter Olaf Scholz

Die neue Bundesregierung, die Ampel-Koalition, hat ihre Arbeit aufgenommen. Acht Frauen und acht Männer formen das Kabinett von Kanzler Scholz. Die meisten sind bekannte Gesichter aus der Politik, aber was wissen wir von ihren Hobbys, ihrer Kindheit oder ihren außergewöhnlichen Leidenschaften?

Robert Habeck (52, Grüne)

Der neue Vizekanzler und Minister für Wirtschaft- und Klimaschutz ist Doktor der Philosophie und überzeugter Vegetarier. Er hat vier Söhne, die sicherlich die Kinder- und Jugendromane gelesen haben, die Habeck zusammen mit seiner Frau geschrieben hat.

Cem Özdemir (55, Grüne)

Gleich am Tag der Vereidigung zum Minister zog Özdemir alle Blicke auf sich als er sich seelenruhig auf sein Fahrrad schwank und zum nächsten Termin radelte. Er ist das erste Regierungsmitglied mit Migrationshintergrund und vielleicht auch der erste Vegetarier an der Spitze des Landwirtschafts- und Ernährungsministerium. Im Stadion vom VFB Stuttgart kann man ihn auch treffen, wie man auf dem Foto sieht.

Wolfgang Schmidt (51, SPD)

Der neue Kanzleramtschef ist auch Fussballfan. Aber er schwört auf den FC St. Pauli. Wenn er mal eine freie Minute hat, kickt er auch selber gerne.

Annalena Baerbock (40, Grüne)

Sportlich ist auch die neue Bundesaußenministerin. Schon als Jugendliche holte sie Bronze bei den Deutschen Trampolin-Meisterschaften. Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in der Nähe von Hannover. Als „Hippiehaushalt“ beschreibt sie, in einem Interview mit der SZ, ihr Elternhaus und erzählt, dass sie schon als Kind oft zu Anti-Atomkraft und Friedensdemonstrationen mitgenommen wurde. Baerbock hat zwei Töchter und ist die erste weibliche Aussenministerin.

Karl Lauterbach (58, SPD)

Deutschlands neuer Gesundheitsminister ist Mediziner, Experte für Epidemiologie und, seit der Pandemie, ein vielgesehener Gast in Talkrunden. Seine charakteristische Fliege hat er abgelegt, um besser bei jüngeren Zielgruppen anzukommen. Ausgefallen ist seine Aversion gegen Salz. Das kommt bei ihm aus gesundheitlicher Überzeugung nie auf den Teller.

Christian Lindner (42, FDP)

An Hobbys fehlt es dem neuen Finanzminister nicht. Laut der Zeitschrift 'Für Sie' besitzt er eine deutsche Rennlizenz, den Sportbootführerschein See, den Fischereischein, und 2018 legte er die Jägerprüfung ab. Außerdem hat Lindner eine Schwäche für Oldtimer – und ist frisch verlobt. 2022 wird er die RTL-Reporterin Franca Lehfeldt heiraten.

Steffi Lemke (53, Grüne)

Laut news.de ist die aus Dessau stammende Umweltministerin gelernte Zootechnikerin und setzte sich schon in der DDR für Umweltschutz ein. Ihr nachgeholtes Abitur, um Agrarwissenschaften zu studieren, finanzierte Lemke als Briefträgerin.

 

Svenja Schulze (53, SPD)

Auf der Webseite der neuen Entwicklungsministerin kann man lesen, dass es zwei wichtige Männer in ihrem Leben gibt: "Ich habe einen jüngeren Lieblingsbruder, der bis heute als Lackierer in der Automobilindustrie arbeitet und mit dem ich engen Kontakt habe." Der zweite ist ihr Ehemann, mit dem sie seit 1998 zusammen ist. "Nach Münster bin ich 2004 wegen der Liebe gezogen."

Christine Lambrecht (56, SPD)

"Ein grosses Hobby von mir ist das Kochen," schreibt die Verteidigungsministerin auf ihrer Homepage. Außerdem ist sie Fan von James Bond, trinkt gerne Wein und hat schon ein eigenes Rezeptbuch herausgebracht.

Anne Spiegel (40, Grüne)

Im Hause Spiegel ist es der Vater, ein gebürtiger Schotte, der sich um die vier Kinder und den Haushalt kümmert. Warum auch nicht? Gegenüber SWR erzählte die neue Familienministerin, dass sie nach dem Studium erst mal mit dem Rucksack in verschiedenen Ländern Mittel- und Südamerikas unterwegs war und als Sprachlehrerin gearbeitet hat, bevor sie die Politik entdeckte.

Nancy Faeser (51, SPD)

Sie wird die erste weibliche Bundesinnenministerin. Laut 'Bild' hat sie eine Schwäche für 'Verbotene Liebe' und Hollywoodstar Dustin Hoffman.

Volker Wissing (51, FDP)

"Ich bin Organist und habe viele Jahre im Nebenamt Gottesdienste gespielt." Diese ausgefallene Facette gibt der neue Verkehrs- und Digitalminister auf seiner Webseite von sich preis. Auch der Wein hat es ihm angetan. Laut 'Bild' soll der in seinem Weinkeller 1.000 Flaschen eingelagert haben. Sicher ist, Wissing ist verheiratet und hat eine Tochter.

Marco Buschmann (44, FDP)

Der neue Justizminister musste um sein Jurastudium kämpfen. Denn erst sollte er gar nicht auf das Gymnasium. Das erzählt er in einem Gespräch mit der 'Welt' und auch, dass er in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen ist. Auf 70 Quadratmetern hat seine fünfköpfige Familie zusammen mit der kranken Oma gelebt. Sein Steckenpferd ist die Musik. Was er komponiert kann man auf seinem SoundCloud Kanal hören.

Klara Geywitz (45, SPD)

"Das Lehrerkind aus einem Potsdamer Vorort war gerade 13 Jahre alt, als die Mauer fiel. Sie tauchte als junge Linke in die neue Freiheit ein, feierte viel, war in der Hausbesetzerszene unterwegs, trat mit 16 bei den Jusos ein." Das kann man über die Jugend der neue Bauministerin bei rbb24 lesen.

Hubertus Heil (49, SPD)

Der Minister für Arbeit und Soziales hat den sozialen Abstieg selbst erlebt. In einem Interview mit dem Abendblatt erzählt von seiner Erfahrung: "Ich bin Sohn einer allein-erziehenden Mutter, die voll berufstätig zwei Söhne groß gezogen hat. Und das war in den 70er Jahren etwas, das in Westdeutschland oft noch schräg angesehen wurde. Mein Vater hat unsere Familie verlassen und keinen Unterhalt gezahlt. Ich habe selbst erlebt, was sozialer Abstieg und Aufstieg bedeutet."

Bettina Stark-Watzinger (53, FDP)

Die Mutter zweier Töchter stammt aus einer Handwerker-Familie im Taunus. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“.sagte sie "Mein Opa war Schreinermeister, meine Mutter wäre gerne Architektin geworden, durfte es aber nicht. Jeder Mensch sollte seinen Lebensweg gehen können." Guter Ausgangspunkt für ihre neue Aufgabe als Bildungsministerin.

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