Kernenergie, die unerwartete Alternative zur Bekämpfung des Klimawandels

Radioaktiv aber umweltfreundlich?
Im Mittelpunkt der COP26
Eine überraschende Alternative
Irreversible Schäden durch den Klimawandel bis 2030
Erinnerung an Tschernobyl
Effizienter als Sonne oder Wind?
Tourismus in Tschernobyl
Kernreaktoren in Brasilien, Kenia und Indonesien
Großbritannien schliesst sich der USA an
Frankreich und Tschechien, die EU-Atomallianz
Deutschland steigt aus der Atomkraft aus
Chinas nukleare Zukunft
Eine neue Art von Atomkraft
Alte Kohlekraftwerke, neue Atomkraftwerke
Strahlung über tausende von Jahren
Fukushima als Warnung
Ein langer Weg für eine strahlende Zukunft
Die Debatte geht weiter
Radioaktiv aber umweltfreundlich?

Die Zeit läuft für unseren Planeten ab, und wir müssen zusammenarbeiten. Das Europäische Parlament hat Anfang Juli die Kernenergie als umweltfreundlich erklärt, ohne dass es dafür Kritik gab. Doch wie wahr ist es, dass die Atomkraft umweltfreundlich ist? Finden wir es heraus!

Im Mittelpunkt der COP26

Die Kernenergie stand im Mittelpunkt der COP 26, der Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die im November 2021 in Glasgow stattfand.

Eine überraschende Alternative

Einige Experten haben eine, eigentlich nicht zu erwartende, Alternative im Kampf gegen Treibhausgase vorgeschlagen: Atomkraft. Was meinen sie genau damit? Und ist das nicht eine riskante Option?

Irreversible Schäden durch den Klimawandel bis 2030

Viele Länder versuchen, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 zu reduzieren, dem Jahr, das von den Vereinten Nationen als der Moment festgelegt wurde, in dem die Schäden des Klimawandels für die Welt irreversibel werden. Einige sehen Atomkraft als Alternative, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Erinnerung an Tschernobyl

Wenn man das Thema Atomenergie anspricht, kommen einem Bilder wie Tschernobyl oder Fukushima in den Sinn. Ganz besonders in den letzten Jahren, im Zusammenhang mit einer hochgelobte Miniserie von HBO, die auf  diesen Katastrophen basiert.

Effizienter als Sonne oder Wind?

Befürworter der Kernenergie behaupten, dass sie eine effizientere Quelle als Sonnen- oder Windenergie ist. Sie sagen auch, dass es von entscheidender Bedeutung sein kann unsere Abhängigkeit von Kohle und fossilen Brennstoffen zu verringern, die viel mehr Treibhausgase erzeugen.

Im Bild ein riesiger Bär, der während der COP 26 in Glasgow für Atomkraft wirbt.

Tourismus in Tschernobyl

Befürworter der Atomenergie behaupten auch, dass Katastrophen wie Tschernobyl stark übertrieben wurden. Die Menschen können jetzt bestimmte Gebiete rund um das verlassene Atomkraftwerk und die nahegelegene Geisterstadt Pripyat mit minimalem Risiko besuchen.

Kernreaktoren in Brasilien, Kenia und Indonesien

Auf der COP 26 kündigten die USA an, 25 Millionen US-Dollar in den Bau von Atomreaktoren in Entwicklungsländern wie Brasilien, Kenia und Indonesien zu investieren. Der US-Klimabeauftragte John Kerry ist hier während der COP 26 in Glasgow, Schottland, zu sehen.

Großbritannien schliesst sich der USA an

Großbritannien stellte auf der Konferenz einen Plan vor, über 330 Millionen US-Dollar in modulare Kernreaktoren zu investieren und die Netto-Nullgasemissionen schneller zu erreichen.

Frankreich und Tschechien, die EU-Atomallianz

Beim Thema Kernenergie ist die Europäische Union gespalten. Frankreich, Tschechien und einige andere Mitgliedstaaten haben eine Erklärung unterzeichnet, in der es heißt: "Wenn Europa den Klimakrieg gewinnen will, braucht es Atomenergie. Es ist eine lebenswichtige und zuverlässige Ressource für alle, um eine kohlenstoffarme Zukunft zu sichern."

Deutschland steigt aus der Atomkraft aus

Deutschland führt unterdessen die Anti-Atom-Initiative innerhalb der EU an und rechnet damit, bis Ende 2022 vollständig aus der Atomkraft auszusteigen. Dieses Foto zeigt ein Kernkraftwerk in Niedersachsen, das Ende 2021 stillgelegt werden soll.

Chinas nukleare Zukunft

Bloomberg berichtet, dass China, in den nächsten 15 Jahren den Bau von 150 neuen Kernreaktoren plant. So will der asiatische Riese seine Ziele im Bezug auf die Verringerung von Treibhausgasen erreichen. Derzeit verfügt das Land über 35 Reaktoren.

Eine neue Art von Atomkraft

Das amerikanische Unternehmen NuScale hat während der COP 26 einen neuartigen Reaktor vorgestellt. Er verspricht sicherer und billiger zu sein als die, die zur Zeit in Atomkraftwerken verwendet werden. Lenka Kollar, eine Führungskraft des Unternehmens, ist hier während einer UN-Klimakonferenz vor einigen Jahren zu sehen.

Alte Kohlekraftwerke, neue Atomkraftwerke

Auf der COP 26 wurden auch Projekte vorgestellt, die den Umbau alter Kohlekraftwerke in modulare Kernkraftwerke vorschlagen. Dies würde den Übergang von fossiler Energie zu einer viel saubereren Energie erleichtern, sagten die Befürworter.

Strahlung über tausende von Jahren

Kritiker der Kernenergie weisen darauf hin, dass diese Energiequelle Abfälle produziert, die über Jahrtausende radioaktiv bleiben können. Darüber hinaus können Menschen, die der Strahlung ausgesetzt sind, an Krebs erkranken.

Fukushima als Warnung

Sie unterstreichen, dass, egal wie viele Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, es immer das Risiko gibt, dass es zu Zwischenfällen kommen könnte. So wie im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im Jahr 2011.

Ein langer Weg für eine strahlende Zukunft

Das TIME-Magazin fragte Sergey Paltsev, stellvertretender Direktor des MIT Joint Program on the Science and Policy of Global Change, nach seiner Ansicht zur Kernenergie. Obwohl er der Meinung ist, dass sie sich noch als sauber, sicher und kostengünstig erweisen muss, sagt Paltsev, dass sie in Bezug auf den Klimawandel "ernst genommen werden sollte".

Die Debatte geht weiter

Die Debatte darüber, ob Atomkraft als grüne Energie gelten sollte, geht weiter. Doch es bleibt nicht viel Zeit, um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen.

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