Greta Thunberg: die Teenager-Aktivistin, die ohne Angst ihre Meinung sagt

Greta ist zurück!
'Worte, die großartig klingen, aber nicht zum Handeln geführt haben'
Einsatz für den Planeten
Ein Mädchen aus Stockholm
Gretas Familie
Gretas Eltern sind ihre größten Unterstützer
Greta fiel mit 11 in eine tiefe Depression
Gretas Superkraft
'Autismus kann etwas Gutes sein'
Schülerin und Aktivistin
Schulstreik für das Klima
Eine Bewegung beginnt
Freitag für die Zukunft
Die Greta-Revolution
Rede vor der UNO
Greta in der Schweiz
Greta über Smile For Future
Greta in Davos
Greta und der Papst
Greta und andere Anliegen
Greta und Feminismus
Greta und die Hasskultur im Netz
Greta auf internationalen Titelseiten
Greta bei GQ
Greta hat den Atlantik überquert
Ein ökologisches Boot
Greta und der Amazonas
Greta beim UN-Klimagipfel
Greta hat eine weitere Fahrt zurück nach Europa gemacht
COP25 in Madrid
Weitere Vorträge und Treffen mit Malala
Rede vor dem Europäischen Parlament
Online-Aktivismus während COVID
#ForNature
Mit 18 Jahre zieht Greta aus
Greta auf der Cop26
Gretas Kritik an Cop26
Greta ist zurück!

Nun, da die Pandemie einigermaßen unter Kontrolle ist, ist Greta Thunberg wieder da, um den Politikern ihre Meinung ins Gesichter zu sagen und sie für ihre falschen Versprechen anzuprangern. Ein Beispiel dafür war der Youth4Climate-Gipfel in Mailand, Italien.

'Worte, die großartig klingen, aber nicht zum Handeln geführt haben'

Greta machte auf dem Gipfel mit ihrer "Bla, bla, bla"-Rede Schlagzeilen, und das aus gutem Grund. Nach einem Jahr voller Naturkatastrophen ist die Rede von Greta Thunberg mehr als nötig. "Besser bauen. Bla, bla, bla. Grüne Wirtschaft. bla bla bla. Netto null bis 2050. Bla, bla, bla," sagte Greta in ihrer Rede. Die junge Aktivistin fuhr fort: "Das ist alles, was wir von unseren sogenannten Führungskräften hören. Worte, die großartig klingen, aber bisher nicht zum Handeln geführt haben. Unsere Hoffnungen und Ambitionen ertrinken in ihren leeren Versprechungen."

Einsatz für den Planeten

Gretas Auseinandersetzung mit dem Klimakollaps erregte schnell die Aufmerksamkeit der Welt. Thunberg, jetzt 18 Jahre alt, hat ihre Teenagerjahre damit verbracht, zu protestieren, um echte und dringende Maßnahmen für das Überleben der Menschheit zu fordern. Begleiten Sie uns, um einen Blick auf das Leben dieser starken jungen Frau zu werfen. Erfahren Sie wie sie bekannt wurde und was ihre nächsten Schritte sein werden.

Ein Mädchen aus Stockholm

Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg wurde am 3. Januar 2003 in Schweden geboren. Sie hat das Asperger-Syndrom, eine Autismus-Spektrum-Störung. Derzeit lebt sie in Stockholm, der Hauptstadt des Landes.

Foto: Instagram@gretathunberg

Gretas Familie

Greta ist die Tochter der Opernsängerin Malena Ernman und des Schauspielers Svante Thunberg. Auf dem Foto ist sie als kleines Kind mit ihrer jüngeren Schwester Beata Ernman Thunberg zu sehen.

Gretas Eltern sind ihre größten Unterstützer

Es überrascht nicht, dass Gretas Eltern ihre größten Unterstützer sind. In einem Interview mit The Guardian gibt ihr Vater Svante Thunberg (hier im Bild mit Greta) jedoch zu, dass sie anfangs ihr Verhalten nicht geändert haben, weil sie Umweltschützer waren, sondern um Greta zu helfen. Ihr Vater sagte: "…uns wurde Vieles bewusst und wir fingen an, Dinge für die Umwelt zu tun, aber nicht, weil wir die Umwelt retten wollten. Wir haben es getan, um unsere Tochter zu retten."

Greta fiel mit 11 in eine tiefe Depression

Gretas Eltern wollten ihr Kind retten, denn als sie gerade elf Jahre alt war, verfiel Greta in eine tiefe Depression mit selektivem Mutismus. In dieser Krisenzeit wurde bei Greta Autismus diagnostiziert. Im September 2021, in einem Interview mit The Guardian, sprach Greta über die Erleichterung, ihre Diagnose erhalten zu haben: "Als ich am traurigsten war, wusste ich nicht, dass ich Autismus habe. Ich dachte nur, ich will nicht so sein. Für mich war die Diagnose fast nur positiv. Sie hat mir geholfen, die Unterstützung zu bekommen, die ich brauchte, und mir wurde klar, warum ich so war."

Im Bild: Greta 8 Jahre alt, Foto: Instagram@gretathunberg

Gretas Superkraft

Greta schämt sich nicht, über ihre medizinische Diagnose zu sprechen. Ihre Asperger-Diagnose hält sie für ihre "Superkraft." Auf Twitter sagte sie: "Ich habe das Asperger-Syndrom und das bedeutet, dass ich manchmal ein bisschen anders bin als die Norm. Und – unter den richtigen Umständen – ist anders zu sein, eine Superkraft."

Foto: Instagram@gretathunberg

'Autismus kann etwas Gutes sein'

Im September 2021 erklärte Greta in dem Interview mit The Guardian, warum sie ihren Autismus für eine grosse Macht hält. "Viele Menschen mit Autismus haben ein besonderes Interesse, so dass sie eine Ewigkeit sitzen und etwas tun können, ohne sich zu langweilen. Das ist manchmal eine sehr nützliche Sache. Autismus kann etwas sein, das dich zurückhält, aber wenn du die richtigen Umstände hast, wenn du mit den richtigen Leuten zusammen bist, wenn du die Verhältnisse bekommst, die du brauchst und du glaubst, dass du eine nützliche Aufgabe hast, dann kann es etwas sein, das du nutzen kannst für immer. Und ich denke, dass ich das jetzt tue."

Schülerin und Aktivistin

Der eigentliche Beginn von Gretas Weg zur international anerkannten Aktivistin begann am 20. August 2018. Als sie 15 Jahre alt war, schwänzte Greta die Schule und ging mit einem Plakat mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik für Klima) vor das schwedische Parlament.

Schulstreik für das Klima

Von diesem Tag an ging die Teenagerin bis zu den Parlamentswahlen im September 2018 jeden Tag auf den Bürgersteig vor dem schwedischen Parlament. Andere Teenager schlossen sich der Forderung an die Regierung an die CO2-Emissionen zu senken.

Eine Bewegung beginnt

Als die schwedischen Wahlen zu Ende waren, begann Greta nur Freitags während der Schulzeit zu protestieren, was Schüler aus mehr als 270 Städten auf der ganzen Welt dazu veranlasste, dasselbe zu tun.

Freitag für die Zukunft

Greta Thunberg hat die "Fridays For Future"-Bewegung ins Leben gerufen. Sie fordert wirksame Maßnahmen von den Regierungen, um die globale Erwärmung einzudämmen und den Planeten zu retten.

Die Greta-Revolution

Sie hat Proteste auf den Straßen von Brasilien bis Australien ausgelöst. Mehrere dieser Länder, hat sie auch persönlich besucht.

Foto: Instagram@gretathunberg

Rede vor der UNO

Große Bekanntheit erlangte Greta Thunberg nach ihrer Rede auf der UN-Klimakonvention (COP24) im Dezember 2018: "Sie sprechen von grünem ewigem Wirtschaftswachstum nur, weil sie zu viel Angst haben, unbeliebt zu sein. Sie reden nur davon, mit denselben schlechten Ideen voranzukommen, die uns in dieses Schlamassel gebracht haben, dabei wäre es das einzig Vernünftige, die Notbremse zu ziehen. Sie sind nicht reif genug, um es so zu sagen, wie es ist. Auch diese Last bürden sie uns Kindern auf. Aber es ist mir egal, beliebt zu sein. Mir sind die Klimagerechtigkeit und der lebende Planet wichtig."

Greta in der Schweiz

Zusammen mit dem Biophysiker Jacques Dubochet, Nobelpreisträger für Chemie, nahm Greta im August 2019 an der Veranstaltung Smile For Future in der Schweiz teil. Rund 450 junge Aktivisten und Aktivistinnen verschiedener Nationalitäten nahmen an den Konferenzen über Klimathemen teil.

Greta über Smile For Future

Die Jugendliche eröffnete das Treffen mit dem Ziel, die Menschen für die aktuelle Umweltsituation zu sensibilisieren, betonte aber: "Es ist eine große Verantwortung, die ich und diese (studentische) Bewegung nicht haben sollten."

Greta in Davos

Die Aktivistin nahm auch am World Economic Forum im Februar 2019 teil, wo sie von den anwesenden Politikern Maßnahmen forderte. "Wir streiken, weil wir unsere Aufgaben bereits erledigt haben, erledigen Sie Ihre und hören Sie auf die Wissenschaftler (…) Ich möchte, dass Sie die Angst spüren, die ich täglich habe, und handeln!"

Greta und der Papst

Papst Franziskus gratulierte und dankte Greta Thunberg für ihren Einsatz in Sachen Umweltschutz. Es ist eine große Ehre von einem der einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahrhunderts Dank zu erhalten.

Greta und andere Anliegen

Mit einer für ihr Alter ungewöhnlichen Reife hat sich Greta auch für andere soziale Zwecke eingesetzt. Sie postete ein Foto mit der LGBT-Flagge auf ihrem Instagram-Profil und schrieb #loveislove, um den Pride Day in Stockholm zu unterstützen.

Greta und Feminismus

Am Internationalen Frauentag schrieb die Aktivistin einen langen Text in ihren sozialen Netzwerken. "Nirgendwo auf der Welt sind Frauen und Männer heute gleichberechtigt. Je mehr ich über die Klimakrise lese, desto mehr wird mir bewusst, wie entscheidend der Feminismus ist. Wir können nicht in einer nachhaltigen Welt leben, wenn nicht alle Geschlechter und Menschen gleich behandelt werden."

Greta und die Hasskultur im Netz

Auf ihrem Twitter-Account reagierte Greta auf Kritik an ihrem Auftreten: "Wenn Hasser nach deinem Aussehen und deinen Unterschieden zu anderen suchen, bedeutet das, dass sie nirgendwo mehr hingehen können. Und dann weisst du, dass du gewinnst!"

Greta auf internationalen Titelseiten

Greta hat es bereits auf die Titelseiten mehrerer wichtiger Magazine auf der ganzen Welt schafft. Ein Beispiel: Time.

Greta bei GQ

Auch das GQ Magazine hat die Aktivistin  ausgewählt, um einen Sonderartikel in seiner Ausgabe zu verfassen.

Greta hat den Atlantik überquert

Am 14. August 2019 bestieg die Aktivistin ein emissionsfreies Segelboot, das einen britischen Hafen in Richtung USA verließ, wo es 14 Tage später eintraf.

Ein ökologisches Boot

Um kein Kohlendioxid zu produzieren, wurde das Schiff, auf dem sie, ihr Vater und ein Team reisten, mit Solarzellen und Unterwasserturbinen für die  Stromerzeugung ausgestattet.

Greta und der Amazonas

Im Hafen von New York angekommen, nutzte Greta die Gelegenheit, um über die Brände im Amazonas zu sprechen: "Es ist ein klares Zeichen, dass wir aufhören müssen, die Natur zu zerstören."

Greta beim UN-Klimagipfel

Greta nahm am UN-Klimagipfel am 23. September 2019 teil. Danach beabsichtigte sie nach Kanada, Mexiko und Chile zu reisen, um mit Vorträgen in den verschiedenen Ländern weiter für das Wohl des Planeten zu kämpfen. Aufgrund politischer Unruhen in Chile wurde die COP25 jedoch nach Madrid, Spanien, verlegt.

Greta hat eine weitere Fahrt zurück nach Europa gemacht

Da Greta sich weigerte zu fliegen, hatte sie das Glück, mit den Australiern Riley Whitelum und Elayna Carausu (im Bild) eine Mitfahrgelegenheit über den Atlantik zu finden. Das Paar war an Bord ihres 15 Meter langen Katamarans, La Vagabonde, um die Welt gesegelt und hatte angeboten, Greta nach Europa zu bringen. Greta und ihr Vater kamen am 3. Dezember 2019 im Hafen von Lissabon an und reisten dann nach Madrid, um bei der COP25-Veranstaltung zu sprechen.

COP25 in Madrid

Im Dezember 2019 sprach Greta auf der COP25 in Madrid und unterstützte die Aktionen lokaler Fridays-for-Future-Klimastreikenden. In einer Pressekonferenz gab Thunberg zu, dass Schulstreiks nicht ausreichen und nicht funktionieren. Greta forderte mehr "konkrete Maßnahmen" und sagte, die Schulstreiks im Jahr 2019 hätten "nichts erreicht," da die Treibhausgasemissionen seit 2015 immer noch um 4% gestiegen seien.

Weitere Vorträge und Treffen mit Malala

Ende 2019 und Anfang 2020 hatte Greta viele weitere Gelegenheiten ihre Ansichten mitzuteilen. Sie kehrte am 21. Januar 2020 zum Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, zurück und traf Malala Yousafzai im Februar 2020 an der Universität Oxford.

Rede vor dem Europäischen Parlament

Greta nahm auch an einer außerordentlichen Sitzung des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments teil, um das europäische Klimagesetz zu diskutieren. Greta erklärte, der von der EU-Kommission veröffentlichte neue Vorschlag für ein Klimagesetz sei nichts anderes als eine Kapitulation. Leider hat die Präsenz des Coronavirus alle weiteren Reise- und Aktionspläne von Greta auf Eis gelegt.

Online-Aktivismus während COVID

Aufgrund der globalen Pandemie sah Greta, dass sie ihre Arbeitsweise als Aktivistin ändern musste und wandte sich dem Online-Aktivismus zu, bis die COVID-19-Situation besser unter Kontrolle war. Die Freitagsstreiks wurden zu Online-Events, und die Situation zwang Greta zu einer, höchstwahrscheinlich dringend benötigten, Pause.

Foto: Instagram@gretathunberg

#ForNature

Im Mai 2021 wurde ein von Greta konzipierter und geschriebener Kurzfilm mit dem Titel "#ForNature" veröffentlicht. Der Film untersucht, in wieweit die Ausbeutung von Tieren durch den Menschen in Verbindung mit unseren landwirtschaftlichen Praktiken eine toxische Kombination darstellt, die die Wahrscheinlichkeit von Pandemien erhöht.

Mit 18 Jahre zieht Greta aus

2021 war laut The Guardian ein Jahr der Emanzipation für Greta Thunberg. Die junge Aktivistin, die jetzt 18 geworden ist, ist vor kurzem von ihrem Elternhaus  in eine Wohngemeinschaft mit Freunden gezogen. Die Zeitung berichtete auch, dass Greta erwägt nächstes Jahr an die Universität zu gehen und sich in der Zwischenzeit mit Protestaktionen beschäftigt hat, nachdem die Beschränkungen auf Grund der Pandemie gelockert wurden.

Greta auf der Cop26

Im Moment ist Greta auf der Cop26. (Auf dem Photo mit der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon.)

Die Klimakonferenz in Glasgow hat gerade die Halbzeit überschritten. Seit dem 31. Oktober reden in der schottischen Stadt 40.000 Teilnehmer über Klimakrise, Erderwärmung, CO2 Emissionen, etc. Greta Thunberg hatte schon vorher, in einem Interview mit The Guardian, deutlich gemacht, dass sie nicht glaubt, dass die Konferenz von Nutzen sein wird. Jetzt kann man auf ihren Twitter Account lesen: "Dies ist ein Greenwash-Festival des Globalen Nordens."

Foto: GettyImages.

 

 

Gretas Kritik an Cop26

"Es ist kein Geheimnis, dass die COP26 ein Misserfolg ist." So deutlich hat es die junge schwedische Aktivistin beim ersten Massenprotest gegen den Klimagipfel gesagt. "Wie lange wird es dauern, bis die Politiker aufwachen? Der Klimagipfel ist zu einem zweiwöchigen Festival geworden, bei dem man sein Gewissen rein waschen kann, bei dem alles nur noch bla, bla, bla ist," sagte sie vor Tausenden von Demonstranten, die ihre Rede auf dem George Square in Glasgow anhörten. (Siehe Foto). "Mit Ihren falschen Versprechungen ignorieren sie die Stimmen der künftigen Generationen," fügte sie hinzu.

Wir können nur hoffen, dass die junge Greta falsch liegt…

Más para ti