Der große Stromausfall, der Europa zittern lässt: Realität oder Panikmache?

Eine Zukunft im Dunkeln
Angefangen hat alles in Österreich
„Die Risikobedrohung ist ganz klar“
China fordert seine Bürger auf, sich einzudecken
Stromausfälle in China
Einfache Vorsichtsmaßnahme gegen einen möglichen neuen Lockdown
Wie schlecht steht es um Europa energetisch gesehen?
Russland hat den Gashahn
Warum sollte Russland Probleme machen?
Globale Lieferkettenkrise und steigende Rohstoffpreise
Nach der Pandemie ist alles möglich
Blackouts früher und heute
Der große Blackout in New York
Stromausfall in Argentinien und Uruguay
Texas, ohne Strom und Vorräte
Der kommende Blackout
Eine Zukunft im Dunkeln

In Europa wird dauernd von einem großen Stromausfall gesprochen, der die Stromversorgung beeinträchtigen und uns in eine Notsituation bringen wird. Es gibt Länder, in denen Survival-Kits, Gasflaschen und Stromaggregate verkauft werden ... Aber woher kommt dieser Alarm? Und vor allem: Könnte das wirklich passieren?

Angefangen hat alles in Österreich

Es war eine institutionelle Kampagne in Österreich, die auf europäischer Ebene einen Dominoeffekt der Angst ausgelöst hat. Als Datum des Energiekollapses erwägt die österreichische Regierung laut Lokalpresse das Jahr 2025.

„Die Risikobedrohung ist ganz klar“

Die Worte der österreichischen Verteidigungsministerin Klaudia Tanner waren besorgniserregend. Laut der österreichischen Zeitung Die Presse sagte die Ministerin, dass die Risikobedrohung, dass es zu einem Einbruch der Stromversorgung kommen wird, ganz klar sei. Und sie fügte hinzu: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Blackout kommt.“

China fordert seine Bürger auf, sich einzudecken

Zu den besorgten Österreichern schloss sich die chinesische Regierung an, die die Bevölkerung aufforderte, Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter für den Winter zu hamstern.

Stromausfälle in China

Tatsächlich berichteten verschiedene Medien bereits im September, dass es in China aufgrund des Anstiegs der Kohlepreise und der Beschränkungen der Behörden zur Einhaltung der Umweltziele immer wieder Stromausfälle gab. Die Verringerung der Schadstoffbelastung hat unerwünschte Auswirkungen.

Einfache Vorsichtsmaßnahme gegen einen möglichen neuen Lockdown

Die chinesischen Behörden forderten die Bevölkerung schnell auf, Ruhe zu bewahren. Die Vorräte zu Hause seien nur eine Vorsichtsmaßnahme, da die Möglichkeit eines Stromausfalls oder eines Neuausbruchs der Pandemie bestehe. Es gibt erneute Coronafälle in einigen Teilen Chinas und es könnte zum Lockdown kommen.

 

Wie schlecht steht es um Europa energetisch gesehen?

Die Panik steigt langsam. Nach Expertenmeinung ist ein großer Blackout möglich, es hängt aber auch stark von jedem Land ab.

Russland hat den Gashahn

Einige europäischen Länder haben Angst vor Putins Russland, das einen Drittel des in der Europäischen Union verbrauchten Gases liefert. In Deutschland und Österreich ist diese Abhängigkeit noch größer. Wenn Russland seinen Erdgashahn zudreht, würde Europa zittern.

Warum sollte Russland Probleme machen?

Abgesehen von der Angst vor Russland (ein Relikt des Kalten Krieges) gibt es jedoch keine Gründe, wieso Russland Europa kein Gas mehr liefern sollte. Die Gaspipeline Nord Stream 2, die Russland baut, um die jetzige Pipeline (durch die Ukraine und die Ostsee) abzulösen, erweckte Skepsis, wurde aber von Deutschland und USA nach anfänglicher Ablehnung akzeptiert.

Globale Lieferkettenkrise und steigende Rohstoffpreise

Nichtsdestotrotz ist die allgemeine Sorge über eine unmittelbar bevorstehende Katastrophe zu spüren. Die Versorgungsprobleme in vielen Teilen der Welt und die stark gestiegenen Rohstoffpreise führen zu Misstrauen.

 

Nach der Pandemie ist alles möglich

Hinzu kommt ein psychologischer Faktor: Die Pandemie galt vor ihrem Erscheinen als typische Szene apokalyptischer Fernsehserien und Filmen. Wir haben sie erlebt und jetzt schließen wir fast nichts mehr aus. Wer hätte gedacht, dass die Straßen der wichtigsten Städte der Welt so leer sein würden, wie wir sie gesehen haben?

Blackouts früher und heute

Der Stromausfall sorgt in vielen europäischen Medien für Schlagzeilen, aber in Wirklichkeit hat es in der jüngeren Vergangenheit schon weitreichende Stromausfälle gegeben.

Bild: Claudio Schwarz / Unsplash

Der große Blackout in New York

Einer der unvergesslichsten Stromausfälle in der Geschichte (entsprechende Großstadtlegenden inklusive) ereignete sich am 13. Juli 1977 in New York City. Verursacht durch einen Blitzschlag in einem Kraftwerk führte er in einer der heißesten Nächte seit Menschengedenken zu Straßenunruhen und Plünderungen in der ganzen Stadt.

Stromausfall in Argentinien und Uruguay

Nicht so lange her ist der große Stromausfall, der 2019 weite Teile Argentiniens und Uruguays im Dunkeln ließ. Nach Angaben des internationalen Dienstes der BBC waren 50 Millionen Menschen betroffen. Edenor, Argentiniens größter Stromanbieter, erklärte, dass ein „Systemfehler in den Übertragungsleitungen von Yacyretá“ dazu führte, dass das Stromnetz automatisch abgeschaltet wurde.


 

Texas, ohne Strom und Vorräte

Ein ungewöhnlich strenger Winter mit starken Schneestürmen (für Wissenschaftler ein Effekt des Klimawandels) verursachte in Texas 2021 Stromausfälle und Versorgungsnotstände.

Der kommende Blackout

Wie dem auch sei, viele sind sich einig, dass ein großer Stromausfall nicht durch explodierende Preise oder geopolitische Probleme verursacht wird, sondern durch eine Kettenreaktion eines kleinen Unfalls. Es wird auch gesagt, dass der Blackout nicht lange andauern wird. Also keine Panik.

 

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