Das Metaversum: Traum oder Albtraum von Mark Zuckerberg

Nicht einfach nur eine Namensänderung
Das Metaversum laut Wikipedia
Die literarische Herkunft des Konzepts
In eine neue Welt eintauchen
Second Life, ein Vorreiter seiner Zeit
Und warum will Zuckerberg das Metaversum vorantreiben?
Fortnite als Geschäftsmodell
Zum Einkaufen ins Metaversum
Konzerte und weitere Events
Weit über Facebook hinaus
Erste Kritiken
Eine Millioneninvestition in das Metaversum
Bessesen vom Metaversum
Wird es im Metaversum Fake News geben?
Eine neue Welt
Heute fängt alles an
Nicht einfach nur eine Namensänderung

Es geht nicht einfach um eine Namensänderung. Die Umbenennung von Mark Zuckerbergs Firma (dazu gehören Facebook, Instagram und WhatsApp) hat strategische Gründe und wird Meta heißen. Zuckerberg möchte das Metaversum fördern, eine virtuelle Welt, in der der Nutzer Spiele, Onlineshops und Lösungen für Probleme findet. Er möchte ein Pionier sein, wie einst die Entdecker, die die Vereinigten Staaten gründeten, indem sie mit dem Boot von Europa nach Amerika segelten.

 

Das Metaversum laut Wikipedia

Das Konzepz des Metaversums ist im Wikipedia-Eintrag als eine „[zukünftige] Iteration des Internets [...] [beschrieben], das aus persistenten, gemeinsam genutzten, virtuellen 3D-Räumen besteht, die zu einem wahrgenommenen virtuellen Universum verbunden sind“.

 

Die literarische Herkunft des Konzepts

Das Metaversum als Konzept taucht erstmals in dem 1992 von Neal Stephenson veröffentlichten Roman „Snow Crash“ auf. Science-Fiction-Literatur innerhalb des Subgenres, das damals Cyberpunk genannt wurde.

In eine neue Welt eintauchen

Das Konzept eines Metaversums wird tendenziell mit der Idee des vollständigen Eintauchens über 3D-Geräte in Verbindung gebracht. Aber eigentlich wird nur ein einziges vollständiges Universum benötigt, um einzusteigen. Spiele wie World of Warcraft sind Metaversen. Das ist eine virtuelle Realität, in denen Menschen zu Avataren werden und an lebensechten Abenteuern, Emotionen, Einkäufen, Gruppenveranstaltungen usw. teilnehmen können.

 

Second Life, ein Vorreiter seiner Zeit

Second Life sollte die Zukunft sein, aber das Projekt scheiterte bevor es überhaupt richtig angefangen hatte. Es war eine virtuelle Welt, in dem Benutzer leben, Kontakte knüpfen und shoppen konnten. Der komplexe Gebrauch des Programms und das rudimentäre Design machten die Entwicklung des Programms zunichte. Es war noch zu früh dafür.

 

Und warum will Zuckerberg das Metaversum vorantreiben?

Mark Zuckerberg steht mit Facebook, einem sozialen Netzwerk, dessen Imageprobleme immer ernster werden, im Krisenmodus. Die Firma würde mit einer virtuellen Welt voller Geschäftsmöglichkeiten einen neuen Wachstumspfad einschlagen.  Aber wie möchte Zuckerberg vom Metaversum profitieren?

 

Fortnite als Geschäftsmodell

Bevor Zuckerberg am 28. Oktober den Start von Meta ankündigte, verschickte Facebook eine Pressemitteilung, in der es darum ging, den Verkauf von „Skins“, also Kleidung und anderen visuellen Elementen, die das Aussehen von Avataren im Spiel verändern, anzutreiben. Das kostenlose Battle-Royale-Videospiel Fortnite hat laut The Verge in den Jahren 2018 und 2019 allein mit dem Verkauf von Skins über 9 Milliarden US-Dollar verdient.

Zum Einkaufen ins Metaversum

Es sollen jedoch nicht nur die Skins vermarktet werden. Sobald sich das erwachsene Nutzerpublikum in das virtuelle Territorium angemeldet hat, soll ein Markt für alle Arten von Produkten entstehen. Entwickelt wurden bereits die virtuelle Anprobe von Kleidung oder die Probefahrt eines neuen Automodells. Es muss aber noch vieles getan werden.

 

Konzerte und weitere Events

Eine weitere Einnahmequelle im Metaversum können Events sein. Künstler wie Ariana Grande (s. Bild) oder Travis Scott haben auf Fortnite erfolgreiche Konzerte gegeben. Warum nicht die Teilnahme an diesen Events zu etwas Alltäglichem im Metaversum machen?

 

Weit über Facebook hinaus

In der Metaversum-Präsentation am 28. Oktober sagte Mark Zuckerberg, dass „im Laufe der Zeit kein Facebook-Konto benötigt wird, um unsere anderen Dienste zu nutzen“. Er fügte hinzu, dass von nun an „das Metaversum an erste Stelle stehe“.

 

Erste Kritiken

Es ist keine Überraschung, dass Zuckerbergs Vision bereits Kritiker hat. Der Medientheoretiker Douglas Rushkoff schreibt in einem vernichtenden Artikel für die CNN: „Statt menschlicher Mimik machen unsere Avatare Daumen-hoch-Gesten. Statt Luft und Raum gemeinsam zu teilen, können wir an einem digitalen Dokument zusammenarbeiten. Wir lernen die Erfahrung vom Zusammensein mit anderen Menschen herabzustufen, um deren Projektionen in unserem Zimmer wie vergrößerten Pokémon-Figuren zu sehen.“

Eine Millioneninvestition in das Metaversum

Mark Zuckerberg hat verstanden (und wird sicherlich Recht behalten), dass das Metaversum die Zukunft ist. Aus diesem Grund ist er bereit, viel Geld in dieses Projekt zu investieren. Derzeit sind laut Business Insider und anderen Finanzmedien 10 Milliarden Dollar für die Projekte von Reality Labs (eine Abteilung des Unternehmens, die Entwicklungen im Metaversum erforscht) geplant.

Bessesen vom Metaversum

Fachpublikationen wie Fortune sind sich einig, dass Zuckerberg vom Metaversum „besessen“ ist.

Wird es im Metaversum Fake News geben?

Die Zeit wird zeigen, ob Fake News, irreführende politische Propaganda und andere Laster, die soziale Medien betreffen, ihren Weg in das Metaversum finden.

Eine neue Welt

Das Unendlichzeichen wurde als Logo gewählt, um die Philosophie von Meta, dem Unternehmen, das Facebook ersetzt, zusammenzufassen. Es steht für die Idee des Metaversums als einer neuen Welt voller endloser Möglichkeiten.

Heute fängt alles an

Mark Zuckerberg möchte ein neues Kapitel aufschlagen und ein neues Universum erschaffen. Sein Ziel ist es, wie jeder andere Geschäftsmann Gewinn zu machen, aber vielleicht auch, um sich zu befreien und die Kontroversen hinter sich zu lassen, die Facebook erzeugt hat. Vielleicht ist das Metaversum, von dem Zuckerberg träumt, eine glückliche Welt, ein besserer Ort. Hoffentlich!

 

 

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