Eine dramatische Situation für die afghanischen Frauen
Die Taliban versprechen,
Eine Terrorgruppe mit frauenfeindlicher Politik
Gewalttätige Strafen oder Todesstrafe bei Verstoß gegen die Scharia
Am 17. August wurde eine Frau erschossen, weil sie keine Burka trug
Afghanische Frauen haben Angst
Frauen hatten nicht die Möglichkeit zu entkommen
Khalida Popal erhebt die Stimme
Afghanische Frauen haben viel zu verlieren
Das afghanische Radsportteam wurde misshandelt
Frauen verbrennen ihre Abschlüsse
Frauen befürchten, das zu verlieren, wofür sie so hart gekämpft haben
Auch junge Mädchen stehen in der Gefahr
Mitgliederinnen des Robotik-Teams Afghan Dreamers sind aus dem Land geflohen
Bildung für Mädchen ist das Beste für das Land...
Werden afghanische Frauen weiterhin arbeiten können?
Treffen zwischen Männern und Frauen sind nun verboten
Einschränkungen durch die Taliban erschweren die Arbeit
Pädagogen fürchten um die Sicherheit ihrer Schüler
Ein starker Rückschritt
Die Taliban bedrohten eine Schuldirektorin
Ein jahrzehntelanger Fortschritt könnte ausgelöscht werden
Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Eine dramatische Situation für die afghanischen Frauen

Der Vormarsch und die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan sind für die afghanischen Frauen besonders dramatisch. Als die Taliban in den 90er Jahren entmachtet wurden, eröffneten sich für afghanische Frauen neue Möglichkeiten in den Bereichen Sport, Bildung und Wirtschaft. Nun besteht die Gefahr, dass all diese Fortschritte verloren gehen. Die extremistische religiöse Gruppe hat eine beunruhigende Bilanz, was die Frauenrechte betrifft.

Auf dem Bild: 2018 hält ein junges Mädchen während einer Demonstration gegen die Taliban auf dem Parliament Square in London ein Bild einer Frau, die öffentlich geschlagen wurde.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Die Taliban versprechen, "den Frauen mehr Freiheiten zu gewähren"

Die Taliban haben den Medien erklärt, dass sie einige der Regeln im Vergleich zu der Zeit, als sie das Land von 1996 bis 2001 kontrollierten, gelockert haben. Die Beteuerungen der Gruppe, dass sie den Frauen diesmal "mehr Freiheiten zugestehen" werden, sind für die Frauen in Afghanistan jedoch wenig beruhigend.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Eine Terrorgruppe mit frauenfeindlicher Politik

Die Taliban sind für ihre frauenfeindliche Politik bekannt, die Frauen daran hindert, eine Beschäftigung auszuüben und eine Ausbildung zu absolvieren. Unter dem Taliban-Regime wurde den Frauen in Afghanistan sogar eine Grundschulbildung vorenthalten (Mädchen durften keine Schulen besuchen). Außerdem durften sie kein Auto fahren, mussten Burkas tragen und durften den Wohnort nur in Begleitung eines männlichen Familienmitglieds verlassen.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Gewalttätige Strafen oder Todesstrafe bei Verstoß gegen die Scharia

Noch schlimmer: die Gruppe befürwortete die Anwendung der Scharia, die Steinigungen, Peitschenhiebe und andere gewaltsame Strafen gegen Frauen zulässt, die beschuldigt werden, gegen die strenge Auslegung des Gesetzes durch die Taliban verstoßen zu haben.

Auf dem Bild: Taliban-Kämpfer im Präsidentenpalast in Kabul nach der Machtübernahme am 15. August.

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Am 17. August wurde eine Frau erschossen, weil sie keine Burka trug

Anscheinend haben die Taliban die Scharia bereits durchgesetzt. Nur wenige Stunden nach der Erklärung des Taliban-Sprechers "Unsere Frauen sind Muslime und werden glücklich sein, unter der Scharia zu leben" wurde am 17. August in der Provinz Takhar eine Frau von Taliban-Kämpfern erschossen, weil sie keine Burka trug.

Auf dem Bild: Zabihullah Mujahid, Sprecher der Taliban, während einer Pressekonferenz in Kabul, Afghanistan, Dienstag, 17. August 2021.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Afghanische Frauen haben Angst

Die afghanischen Frauen werden angewiesen, alle Beweise für Tätigkeiten zu zerstören, an denen sie teilgenommen haben, und die von den Taliban als kriminell betrachtet werden könnten. Auch wenn es so aussieht, als sei die Mehrheit der Frauen derzeit in Sicherheit, gehen viele davon aus, dass sich die Umstände für sie im Land bald radikal ändern werden.

Auf dem Bild: zwei Afghaninnen mit ihren Universitätsabschlüssen bei einer Abschlussfeier im Jahre 2019.

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Frauen hatten nicht die Möglichkeit zu entkommen

Die Taliban übernahmen die Kontrolle über Afghanistan mit überraschender Geschwindigkeit und ließen Frauen, die geflohen wären, kaum eine Chance zur Flucht. Eine Quelle sagte gegenüber "The Guardian": "Innerhalb von 48 Stunden hat sich alles geändert. Niemand war in der Lage zu entkommen. Wenn es eine Woche oder so gedauert hätte, hätten wir sie in die Nachbarländer geschickt. Aber es passierte alles am selben Tag: der Flughafen ist geschlossen, überall sieht man bewaffnete Terroristen."

Auf dem Bild: Ein Taliban-Kämpfer steht Wache vor den sich ergebenden afghanischen Sicherheitskräften in Ghazni, südwestlich von Kabul, Afghanistan, Freitag, 13. August 2021.

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Khalida Popal erhebt die Stimme

Khalida Popal, die Leiterin der Girl Power Organization und Gründerin und ehemalige Kapitänin der afghanischen Frauenfußballmannschaft, hat Wohnsitz in Dänemark. Die Sportlerin und Aktivistin hat in den Medien von den Gefahren gesprochen, denen Afghaninnen ausgesetzt sind, seitdem die Terrorgruppe die Kontrolle über ihr Heimatland übernommen hat.

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"Athleten sind Zielscheiben für Terroristen"

In einem Interview mit "Sportico" sagte Popal, dass Sportlerinnen und Trainerinnen in Afghanistan "auf der Flucht sind. Ihre Identitäten wurden aufgedeckt, und sie sind Zielscheiben für die Terroristen". In Gesprächen mit verschiedenen Medien erklärte sie, dass Sportlerinnen in Afghanistan drastische Maßnahmen ergreifen sollten, um Beweise für ihre Teilnahme an Sportveranstaltungen zu zerstören.

Auf dem Bild: Die Afghanin Kimia Yousofi nimmt am 30. Juli an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio am 100-Meter-Lauf der Frauen teil.

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"Ich appelliere an Sie, auf ihre Identität zu verzichten“

Khalida Popa sagte gegenüber "Reuters": "Heute rufe ich sie an und sage ihnen, dass sie ihre Namen, Identitäten und Fotos zur eigenen Sicherheit löschen sollen. Ich sage ihnen sogar, dass sie ihre Nationalmannschaftstrikots verbrennen oder loswerden sollen."

Auf dem Bild: Ein von den Taliban mit Graffiti beschmierter Schönheitssalon in Kabul ist ein Zeichen für die Haltung der Gruppe gegenüber Frauen.

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Afghanische Frauen haben viel zu verlieren

Die Sportlerin fuhr fort: "Und es ist schmerzhaft für mich, für jemanden, der als Aktivistin aufgestanden ist und alles getan hat, um diese Identität als Frauen-Nationalspielerin zu erreichen und zu verdienen. Wir haben uns dieses Abzeichen auf der Brust verdient, wir haben das Recht, zu spielen und unser Land zu vertreten, und darauf waren wir sehr stolz."

Auf dem Bild: Die afghanische Frauenfußballnationalmannschaft im Jahre 2013

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Das afghanische Radsportteam wurde misshandelt

Der "Guardian" sprach letzten Monat mit Mitgliederinnen des afghanischen Radsportteams über ihre Ängste vor einer Machtübernahme durch die Taliban. Die Sportlerinnen hatten bereits davor körperliche Misshandlungen und Beleidigungen erlebt, weil sie sich für ihren Sport entschieden hatten.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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"Sie werden uns einfach erschießen"

In einer Erklärung gegenüber "The Guardian" sagte eine Mannschaftsmitgliederin: "Ich bete dafür, dass das Land ein sicherer Ort für Frauen wie uns ist, und vor allem, dass wir auf den Straßen Fahrrad fahren können. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Taliban-Gruppen, der [Islamische Staat] und alle anderen, Frauen niemals erlauben werden, zu studieren oder zu arbeiten. Wie ist es also möglich, dass sie uns das Radfahren erlauben? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie uns niemals erlauben werden. Sie werden uns einfach erschießen."

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Frauen verbrennen ihre Abschlüsse

Sportlerinnen sind nicht die einzigen Frauen, die dem Terror der Taliban ausgesetzt sind. Auch diejenigen, die über eine höhere Bildung verfügen und sich für das Lernen begeistern, müssen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Mehrere afghanische Frauen haben bereits in den Medien von der Tragödie gesprochen, dass ihre Abschlüsse verbrannt wurden und ihre berufliche und schulische Identität im Grunde ausgelöscht wurde.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Frauen befürchten, das zu verlieren, wofür sie so hart gekämpft haben

Eine afghanische Frau namens Habiba, eine 26-jährige Universitätsstudentin, sprach mit "USA Today" über ihre Sorgen um ihre Zukunft. "Wenn ich die Burka trage, bedeutet das, dass ich die Taliban-Regierung akzeptiert habe", sagte sie. "Ich habe Angst, die Errungenschaften zu verlieren, für die ich so hart gekämpft habe."

Auf dem Bild: Afghanische Frauen in der Ausbildung zur Hebamme im Jahre 2012.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Auch junge Mädchen stehen in der Gefahr

Mädchen wie die Mitgliederinnen des ersten afghanischen Mädchen-Roboterteams sind ebenfalls gefährdet und werden unter der Taliban-Herrschaft eine drastische Veränderung ihrer Lebensart erleben. Die Afghan Dreamers haben ihren Sitz in Herat und bestehen aus Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Sie sind eine motivierte und talentierte Gruppe, die mitten in der letztjährigen Pandemie ein Beatmungsgerät aus gebrauchten Autoteilen hergestellt hat.

Auf dem Bild: Mitgliederinnen des Teams im Jahre 2017

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Mitgliederinnen des Robotik-Teams Afghan Dreamers sind aus dem Land geflohen

Roya Mahboob, die Gründerin des Teams, eine afghanische Tech-Unternehmerin, die von der Zeitschrift "Time" zu einer der einflussreichsten Personen des Jahres 2013 ernannt wurde, gab am Mittwoch eine Erklärung zur Sicherheit der Teammitgliederinnen ab. Laut der "New York Times" erklärte sie, dass mehrere Teammitgliederinnen Afghanistan am Dienstag erfolgreich mit dem Flugzeug nach Katar verlassen konnten.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Bildung für Mädchen ist das Beste für das Land...

Allerdings haben sich nicht alle Teammitglieder für die Evakuierung entschieden, und ihre Zukunft ist ungewiss. In einer Erklärung gegenüber der "New York Times" sagte Roya Mahboob: "Die Taliban haben versprochen, die Bildung von Mädchen in dem Maße zuzulassen, wie es die Scharia erlaubt. Wir müssen abwarten und sehen, was das bedeutet. Wir hoffen natürlich, dass Frauen und Mädchen unter den Taliban ihren Träumen und Opportunitäten nachgehen können, denn das ist das Beste für das Land und für die Welt.“

 

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Werden afghanische Frauen weiterhin arbeiten können?

Ein weiterer Aspekt des Lebens der Afghaninnen ist bereits betroffen - ihr Arbeitsleben. Als die Taliban früher an der Macht waren, war es afghanischen Frauen strengstens untersagt, außerhalb des Hauses zu arbeiten. Trotz der Versuche der Taliban, die westlichen Behörden zu beschwichtigen, scheint es nur Kommunikation zu sein.

Auf dem Bild: Eine Frau webt einen Teppich auf einem Webstuhl im Jahre 2019

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Treffen zwischen Männern und Frauen sind nun verboten

Die BBC hat berichtet, dass die Rechte der afghanischen Frauen bereits beeinträchtigt sind. Nach Angaben einer afghanischen Hebamme, die mit der Nachrichtenagentur sprach, bestand der erste Befehl der Taliban darin, Arbeitstreffen zwischen Männern und Frauen zu verbieten.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Einschränkungen durch die Taliban erschweren die Arbeit

Die 29-jährige Hebamme sagte der BBC: "Es gibt jetzt viele Einschränkungen. Wenn ich ausgehe, muss ich auf Anordnung der Taliban eine Burka tragen und von einem Mann begleitet werden." Die junge Frau gab an, dass solche Einschränkungen die Erfüllung ihrer Berufspflichten sehr erschwert haben.

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Pädagogen fürchten um die Sicherheit ihrer Schüler

NBC News sprach mit Nasreen Sultani, der Direktorin eines Mädchengymnasiums in Kabul. Nach Angaben des Fernsehsenders kämpft sie seit Jahren für das Recht afghanischer Mädchen auf Bildung. Seit der Machtübernahme durch die Taliban fürchtet sie jedoch um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Schülerinnen.

Auf dem Bild: eine Klasse eines Gymnasiums in Kabul im vergangenen Juli

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Ein starker Rückschritt

In einer Erklärung gegenüber "NBC News" sagte die Pädagogin letzte Woche: "Ich habe es versucht, aber es ist uns nicht gelungen, dafür zu sorgen, dass die Frauen aus dieser elenden Lage herauskommen."

Auf dem Bild: zwei Burka tragende Frauen, die sich 2001 als Lehrerinnen in einem Klassenzimmer anmelden

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
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Die Taliban bedrohten eine Schuldirektorin

Frau Sultani leitet die Schule seit zehn Jahren und wurde bereits in der Vergangenheit von den Taliban bedroht. Seit dem Rückzug der westlichen Streitkräfte hat sie Angst davor, was die Terrorgruppe ihr und ihren Schülern antun könnte. Gegenüber "NBC News" sagte sie, die Taliban hätten ihr in Bezug auf die Schule gesagt: "Vielleicht sterbt ihr alle."

Afghanische Frauen verbrennen Abschlüsse und Sportausrüstung, um nicht ins Visier der Taliban zu geraten
(25/25)
Ein jahrzehntelanger Fortschritt könnte ausgelöscht werden

Viele Frauen in Afghanistan und weltweit sind entsetzt über die Rückkehr der Taliban an die Macht im Land. Frauen, die jahrzehntelang um Fortschritt gekämpft haben, sind furchtbar entmutigt, wenn sie sehen, dass ihre Bemühungen bald zunichte gemacht werden könnten. Werden die Taliban ihr Versprechen halten, die Frauen diesmal besser zu behandeln? Das scheint unwahrscheinlich. Wird der Westen eingreifen, um diesen Frauen zu helfen, wenn ihre Menschenrechte verletzt werden? Das wird nur die Zeit zeigen....

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